Gesundheitsförderprojekt: Rauchfrei ist cool

Das von der Lungenliga Schweiz initiierte Projekt „rauchfrei in die Lehre“ wird auch in diesem Jahr fortgesetzt. Die Anmeldeplattform für das Jahr 2016/2017 ist ab Sommer 2016 eröffnet (www.1-lehrjahr-rauchfrei.ch). Die Teilnehmenden verpflichten sich während ihres ersten Lehrjahres auf jeglichen Tabakkonsum zu verzichten (Zigaretten, Cannabis, Wasserpfeife, Schnupftabak, Snus usw.). Darunter fällt auch die E-Zigarette. Die Einhaltung der Vereinbarung wird mit Kohlenmonoxid-Tests überprüft. Lernende können eine kostenlose Rauchberatung in Anspruch nehmen.

Prävention – ein Schlagwort, das oft für hitzige Köpfe sorgt

Prävention bezeichnet in aller Regel Massnahmen, die auf ein bestimmtes Ziel ausgerichtet sind. Dabei stellen die Initianten richtig, dass die „Rauchfrei-Präventionskampagne“ keine Bevormundung sein soll, sondern vielmehr eine Hilfestellung für die Bevölkerung, um auf bestimmte Risiken für die Gesundheit aufmerksam zu machen und diese zu verringern.

Stress und Gruppendruck begünstigen den Einstieg ins Rauchen

Dass die Lungenliga ihre Kampagne gerade auf die Lehrjahre fokussiert, hat gute Gründe: Der Startschuss zu einer jahrelangen Raucherkarriere fällt meistens in diese Zeit. Statistiken zeigen es auf: Der Anteil rauchender Jugendlicher nimmt in der Übergangsphase von der Schule in die Lehre zu. Dies, weil der Übertritt ins Erwerbsleben, Stress und Gruppendruck den Einstieg ins Rauchen begünstigen. Daher ist Tabakprävention in diesem Alter enorm wichtig. Wer mit 18 noch rauchfrei ist, wird es mit 80-prozentiger Wahrscheinlichkeit sein ganzes Leben lang bleiben.

Gesund sein und darob noch Geld sparen

„Man tut etwas für die Gesundheit, riecht nicht nach Rauch und spart erst noch Geld“, so das Statement von Teilnehmern, die bereits im Vorjahr mitgemacht hatten. „Auf alle Fälle sind wir stolz, bereits ein ganzes Jahr rauchfrei durchgehalten zu haben.“

Rauchfrei in die Berufslehre starten

  • 208 Betriebe mit mehr als 800 Lernenden beteiligen sich im Lehrjahr 2015/2016 am Projekt
  • Sowohl bei der Arbeit als auch in der Freizeit rauchfrei zu bleiben das erklärte Ziel
  • Rauchverhalten zeigt Auswirkungen auf Präsenz am Arbeitsplatz
  • Mehr Biss bei aktiver sportlicher Betätigung ohne Zigikonsum
  • Gedankengut „Nichtrauchen ist cool“ fördern und unterstützen

Mit Brückenangeboten die Zukunft im Sack?

CRC. Sind die Noten ungenügend oder möchte der Jugendliche später eine weiterführende Schule besuchen, ist eine allgemeine schulische Weiterbildung von Vorteil. „Sprachaufenthalte sind in dieser Situation nicht unbedingt das Gelbe vom Ei. Die Jugendlichen sollten sich lieber auf die Kernfächer Mathematik und Deutsch konzentrieren“, so der Rat der Berufsberaterin. Etwa ein Drittel der Kantone verlangt fürs 10. Schuljahr respektive für Brückenangebote ein teures Schulgeld.

Keine Lehrstelle gefunden, die Gymiprüfung verpatzt – „ab ins 10. Schuljahr!“, lautet in dieser Situation oftmals die Devise.- Viele Schulabgänger haben zunehmend Mühe mit der Arbeitshaltung und es gibt vermehrt Schüler mit Ausbildungslücken. Jugendliche sollten früh eine schulische Zwischenlösung ins Auge fassen, wenn sie noch keine Lehrstelle gefunden haben. Wer sich in der Berufswahl sicher ist, sollte sich auch dann weiterbewerben, wenn er oder sie sich schon für eine Brückenlösung angemeldet hat.

Unschlüssig in der Berufswahl oder Schwierigkeiten bei Lehrstellensuche?

Andere Jugendliche sind in ihrer Berufswahl unentschlossen oder sind vielleicht bei der Lehrstellensuche auf Schwierigkeiten gestossen. Wiederum andere müssen ein Jahr älter werden, bevor sie eine Ausbildung antreten können. Oder sie müssen eine bestimmte Vorbildung absolvieren, bevor sie mit der Ausbildung beginnen können, wie z. B. einen Vorkurs für gestalterische Ausbildungen. Gefragt sind da Brückenangebote, die zielgerichteter aufs Berufsleben vorbereiten. Es braucht Anschlusslösungen, die nicht nur einen schulischen, sondern auch einen praxisorientierten Teil bieten. Und es sei an dieser Stelle auch gleich vorweggenommen: Die kindliche Vorstellung vom Traumberuf lässt sich nur in den wenigsten Fällen umsetzen.

Nicht nur schulische, sondern auch praxisorientierte Module

Die Zeit drängt, da manche Angebote schnell ausgebucht sind und die Situation durchaus etwas „kompliziert“ werden könnte. „Kompliziert“ kann alles Mögliche heissen: eine Zwischenlösung beispielsweise bis zum erforderlichen Alter von 18 Jahren für eine Ausbildung im Gesundheitswesen, eine sogenannte „Vorlehre“, der Übergang als Hilfskraft in den Arbeitsmarkt – oder eben als ideale Berufsvorbereitung ein 10. Schuljahr.

Selbstständiges Arbeiten, soziales Verhalten, logisches Denken

Beim 10. Schuljahr können die Schüler neben den Kernfächern Wahlfächer bestimmen, welche die Vorbereitung auf eine bestimmte Berufsrichtung unterstützen, obwohl das 10. Schuljahr nicht als eigentliche Berufswahlklasse bezeichnet werden kann. Sprachliche Kompetenzen werden verbessert sowie mathematische und naturwissenschaftliche Grundlagen vertieft. Das Schuljahr bietet den Schülern auch die Möglichkeit, eine qualifiziertere Berufslehre zu absolvieren. Auch weitere Kenntnisse und Fähigkeiten wie zum Beispiel selbstständiges Arbeiten, soziales Verhalten, logisches Denken oder die Auseinandersetzung mit aktuellen Themen werden häufig im 10. Schuljahr vermittelt. Das 10. Schuljahr ist also eine echte Alternative zu einer sofortigen Berufslehre und so nicht nur eine Notlösung für Schüler, die keine Lehrstelle finden. Dazu müssen die Erziehungsberechtigten allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen, um diese Zwischenlösung zu finanzieren.

www.die-lehrstelle.ch

Das Portal Website www.die-Lehrstelle.ch listet seit Herbst 2011 neue Lehrstellen aus fast allen Branchen und aus fast allen Kantonen der Schweiz auf. Jugendliche informieren sich auf dieser Plattform über die offenen Lehrstellen. Unzählige Firmen haben seit dem Start ihre offenen Lehrstellen Jahr für Jahr auf dieser attraktiven Plattform ausgeschrieben.

Lehrverträge nicht zu früh abschliessen

Eigentlich muss man ja bei den Eltern anfangen: Mit ihrem Verhalten den Kindern und ihrer Einstellung der Berufslehre gegenüber, beeinflussen sie die Berufswahl der Jugendlichen in hohem Masse mit. Gewerbe und Schule können diesbezüglich mit ihrem gemeinsamen Netzwerk „Schule trifft Wirtschaft“ viel zum guten Gelingen des Übergangs Schule – Beruf beitragen.

Der früher einmal festgelegte Stichtag vom 1. November für die Vergabe der Lehrstellen ist längst zur Makulatur geworden. Viele Lehrbetriebe vergeben ihre Lehrstellen bereits ein ganzes Jahr vor Schulabschluss. Die Schülerinnen und Schüler müssen sich so für ihre Berufswahl viel zu früh entscheiden und bewerben. Das letzte Schuljahr verliert oft jegliche Bedeutung. Dabei liegt gerade in diesem Abschlussjahr so viel Potenzial zur Konsolidierung des Wissens und zum erfolgreichen Übergang in die Berufsschule. Sinnvoll und unterstützend für die „richtige“ Berufsausbildung können noch während der obligatorischen Schulzeit absolvierte Schnuppertage oder Praktika in der Wirtschaft sein. Auch sogenannte Begegnungstage, wie sie sich in verschiedenen Regionen bereits bestens etabliert haben, können wichtige Brücken schlagen.

Manchmal haben Jugendliche falsche Vorstellungen davon, was in schulischer Hinsicht von ihnen erwartet wird, wenn sie ihren Wunschberuf anpeilen. Eine falsche Einschätzung dieser Anforderungen aufgrund ihrer Unreife im Entscheidungsprozess erhöht das Risiko, dass der Lehrberuf wieder gewechselt oder die Berufsausbildung später gar komplett an den berühmten Nagel gehängt wird.

Geeigneter Berufsnachwuchs fällt nicht einfach vom Himmel
Obwohl es in weiten Kreisen unbestritten ist, dass eine Berufsausbildung wertvoll ist, platzen die Gymnasien aus allen Nähten. Im Gegenzug verzeichnen Berufsschulen rückläufige Zahlen. Um diesem unheilvollen Trend entgegenzuwirken, soll beispielsweise im Berufskundeunterricht aufgezeigt werden, welche gewerblich-industriellen Berufe zur Auswahl stehen, was das Besondere und Schöne daran ist und welche Perspektiven sich daraus ergeben. Nach wie vor ist das schweizerische Berufsbildungssystem ein Erfolgsmodell sowohl für junge Berufseinsteiger als auch für Karrierewillige.

Um sich fürs spätere Erwerbsleben fürs geeignete Berufsfenster zu entscheiden, ist gar keine einfache Sache. Am besten, man nimmt sich die nötige Zeit dazu. Erfahrungsgemäss machen viele Jugendliche „de Chnopf“ erst im Abschlussjahr ihrer obligatorischen Schulzeit richtig auf.

www.die-lehrstelle.ch

Das Portal Website www.die-Lehrstelle.ch listet seit Herbst 2011 neue Lehrstellen aus fast allen Branchen und aus fast allen Kantonen der Schweiz auf. Jugendliche informieren sich auf dieser Plattform über die offenen Lehrstellen. Unzählige Firmen haben seit dem Start ihre offenen Lehrstellen Jahr für Jahr auf dieser attraktiven Plattform ausgeschrieben.

Worauf achten Firmen bei der Auswahl von Lernenden?

Wer eine Berufslehre absolvieren möchte, muss sich dafür bewerben. Im Idealfall erhalten die Kandidaten die Chance, sich bei einem Bewerbungsgespräch persönlich vorzustellen.

Man muss sich bewusst sein, dass man in jeder Phase einen Eindruck hinterlässt. Nachfolgende einige Tipps und Inputs zur Bewerbung:

  1. Die Bewerbung

Den ersten Eindruck erfolgt auf Grund deiner Bewerbung. Diese muss – ganz wichtig – vollständig sein.Was deine Bewerbung enthalten muss, steht meistens im Inserat. Dazu zählen z.B.: dein Bewerbungsschreiben, dein Lebenslauf mit den wichtigsten Angaben und deine Zeugniskopien der letzten Schuljahre (ohne Primarschule). Und, falls im Inserat verlangt, muss auch ein Eignungstest beigelegt werden.

  1. Die Terminvereinbarung

Falls du in die engere Auswahl kommst, wird sich die verantwortliche Berufsbildnerin melden, um einen Termin zu vereinbaren. Auch hier entsteht ein Eindruck. Zeige, dass du wirklich interessiert bist an dieser Lehrstelle. Versuche, bei der Terminvereinbarung möglichst unkompliziert zu sein (nicht die Schule deswegen auslassen, aber z.B. einen schulfreien Nachmittag dafür investieren).

  1. Das Schnuppern

Falls du zum Schnuppern eingeladen wirst, ist dies die Chance zu zeigen, wo deine Stärken liegen und dass dich der Beruf interessiert. Du musst nicht alles auf Anhieb beherrschen, denn du erlernst die Dinge ja später während der Berufslehre. Beim Schnuppern wird man dir Aufgaben geben, die mit diesem Beruf zusammenhängen. Es ist deine Gelegenheit, zu sehen, ob dir dieser Beruf liegt und ob dir der Betrieb zusagt. Achte auf das Arbeitsklima zwischen den Mitarbeitern und achte auf den generellen Eindruck, den die Firma auf dich macht.
Der Ausbildner wird schauen, ob du eine schnelle Auffassungsgabe besitzt und ob du in das Team passen würdest.

  1. Das Vorstellungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch dient neben dem Schnuppern als „Kennenlern-Gespräch“. Du wirst auf dein Bewerbungsschreiben angesprochen und auf die Gründe, weshalb du gerade diesen den Beruf erlernen möchtest. Essenziell ist, dass du deine Gründe bereit hast und nicht lange nachdenken musst. In diesem Punkt solltest du dir besonders sicher sein. Hole dir auf dem Internet Infos über die Firma. Man möchte sehen, wie stark du am Unternehmen und am Beruf interessiert bist. Je besser du informiert bist, umso sicherer wirst du dich fühlen und einen noch besseren Eindruck hinterlassen.