Start ins neue Jahr – Mache dir jetzt Gedanken zur Berufsfindung

Wann ist der richtige Zeitpunkt, sich mit dem Thema Berufswahl zu beschäftigen?

Aber ab wann sollten junge Menschen damit beginnen, sich mit der Zeit nach der obligatorischen Schulzeit zu beschäftigen? Und was ist jenen zu raten, die sich noch nicht fixieren können, ob sie eine weiterführende Schule besuchen oder eine Ausbildung absolvieren wollen? Empfehlenswert ist ein Gespräch über persönliche Stärken und Schwächen mit Freunden, Lehrpersonen und Familie.

  • Welche Schulfächer interessieren dich?
  • Was tust du gerne in der Freizeit?
  • Bei welchen Tätigkeiten vergisst du die Zeit?
  • Was kannst du gut: in der Schule, zuhause, in der Freizeit?
  • Welche Branchen interessieren dich?

Für Bezirksschüler/Innen und gute Sekundarschüler/Innen steht die Möglichkeit offen, eine berufliche Grundbildung (EFZ) mit Berufsmaturität zu besuchen. Mit der Wahl des Ausbildungswegs mit Berufsmaturität erwirbt man sich zudem eine erweiterte Allgemeinbildung und kann später in eine Fachhochschule eintreten.

Faustregel
Wichtig ist, dass man sich frühzeitig mit dem Thema Berufsfindung auseinandersetzt. Dabei ist wichtig, dass die Grundrichtung stimmt und dass sich junge Menschen offen und flexibel zeigen. Die Lehre ist die perfekte Basis für die spätere berufliche Karriere. Nach dem erfolgreichen Berufsabschluss hat man viele Möglichkeiten, sich weiterzubilden oder auf einen verwandten Job umzusteigen. Eine Lehre im gewählten Beruf muss nicht der Beruf fürs ganze Leben bleiben.

Traumberuf: Grundpfeiler für späteren Berufsverlauf?

CRC. Was tun, wenn das Kind Astronaut oder FBI-Agentin werden möchte? Oder wenn es von einem Beruf schwärmt, welcher im Arbeitsmarkt schlechte Chancen hat? Reinhard Schmid, Berufsberater in Bülach, meint: „Wichtig ist, dass sich Jugendliche mit dem Traumberuf auseinander setzen können. Wenn ihre Wünsche ernst genommen werden, gehen sie meist von selbst dazu über, die Traumvorstellungen in realistische Lösungen umzuwandeln.“

„Wenn ich einmal gross bin, werde ich …“ Diese Aussagen hört man schon von den Kids im Kindergarten. Pilot, Polizist, Fussballprofi, Lokomotivführer, Astronaut. So tönt es oft bei den Jungs. Von Topmodel, Lehrerin, Tierärztin, Flugbegleiterin, Krankenschwester, Kindergärtnerin, Coiffeuse oder Sängerin schwärmen die Mädels.

Mit 15 steht man mitten in der Suche nach der eigenen Geschlechtsidentität
Wenn sich Kids ihren Traumberuf ausmalen, schweben ihnen Jobs vor als „Büroangestellte“. Oft sind es Berufe, bei denen eine Uniform im Spiel ist. Oder aber die Vertreter des Berufsstands machen in den Medien eine auffällig gute Figur wie Schauspielerinnen/Sängerinnen oder Fussballprofis und Eishockeycracks. Oft bleibt der ersehnte Beruf bloss ein Traum. Gewählt werden Traumberufe mehrheitlich nach Geschlecht. Das liegt vor allem daran, dass Pubertät und Berufswahl zeitlich zusammenfallen. Mit 15 steht man mitten in der Suche nach der eigenen Geschlechtsidentität und will sich abgrenzen. Im Vergleich etwa zu den 70er-Jahren wird tendenziell festgestellt, dass Mädchen heutzutage immer häufiger akademische Berufe wählen.

Mach mal eine Lehre. Wechseln kannst du immer wieder …
Wie stark Traumberufe die spätere Laufbahn beeinflussen, zeigt eine Studie der Berner Psychologin Karin Stuhlmann. Über eine Zeitspanne von 20 Jahren untersuchte sie 1‘000 Berufsverläufe. Vom Traumberuf im Alter von 12 Jahren bis zur Berufstätigkeit mit 35. Sie wies jedem Traumberuf drei typische Merkmale zu wie „kreativ“, „führend“ oder „erziehend-pflegend“ für eine Kinderpflegerin. Das verblüffende Ergebnis: Mit 35 arbeitete ein Viertel der Befragten in einem Arbeitsbereich, der allen drei Merkmalen des Traumberufs entsprach. Bei weiteren 50 Prozent waren zwei abgedeckt. Daraus lässt sich ableiten: Traumberufsbilder sind durchaus eine Art Grundpfeiler für den späteren Berufsverlauf. Man sollte deshalb vorsichtig sein mit der Aussage „Mach doch einfach mal etwas, du kannst ja später immer wieder wechseln“.

Nicht Barbies Modeschick im Vordergrund, sondern ihre Frisur
Beim Spielen habe sie die Barbiepuppen nie aus- und angezogen, sondern immer nur frisiert, erzählt die Mitinhaberin eines Coiffeursalons. „Meine ältere Schwester war Coiffeuse und mein Vorbild.“ Doch sie wollte nicht einfach dasselbe lernen. Unter den vier Schwestern sei sie „der Bub“ gewesen. Ohne Begeisterung begann sie eine Detailhandelslehre, brach diese jedoch nach einem Jahr ab. Schwierig sei danach das erste Lehrjahr als Coiffeuse gewesen. „Die Leidenschaft für den Beruf flammte erst richtig auf, als ich eigene Kunden hatte“, erzählt die heute 36-jährige Mitinhaberin eines renommierten Coiffeursalons mit Stolz und einem sympathischen Lachen.

die-lehrstelle.ch

Das Portal Website www.die-Lehrstelle.ch listet seit Herbst 2011 neue Lehrstellen aus fast allen Branchen und aus fast allen Kantonen der Schweiz auf. Jugendliche informieren sich auf dieser Plattform über die offenen Lehrstellen. Unzählige Firmen haben seit dem Start ihre offenen Lehrstellen Jahr für Jahr auf dieser attraktiven Plattform ausgeschrieben.

10 wichtige Fragen beim Vorstellungsgespräch

Die Wahl des richtigen Berufes ist für alle Jugendlichen ein wichtiger Moment in ihrem Leben. Die ersten Weichen für das spätere Berufsleben werden gestellt. Umso wichtiger ist es, sich genau damit zu beschäftigen, Abklärungen zu treffen und mit Fachpersonen zu sprechen. Noch immer sind viele interessante Stellen mit Lehrbeginn 2013 offen. Die Lehrstellenplattform www.die-lehrstelle.ch bietet eine Auswahl von offenen Lehrstellen.

Hat sich der Jugendliche nach einer oder mehrerer Schnupperlehren für eine Be-rufsrichtung entschieden, muss er einen passenden Lehrbetrieb suchen und sich mit einem vollständigen Bewerbungsdossier schriftlich bewerben. Das Dossier muss folgende Unterlagen enthalten: das Bewerbungsschreiben, den Lebenslauf mit Foto und Referenzen, Kopien der Schulzeugnisse, Kopie des Eignungstestes sowie Kopien von weiteren Zeugnissen/Diplomen.

Das Vorstellungsgespräch
Wer zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird, hat die Möglichkeit, sich selber vorzustellen und gleichzeitig vom möglichen Ausbildungsbetrieb mehr zu erfahren. Das Gespräch ist ein Dialog und kein Monolog. Deshalb wird vom Kandidaten erwartet, dass er offen und ehrlich ist und seine Gedanken äussert. Folgende Fragen können gefragt werden:

1. Warum möchte ich gerade in diesem Betrieb meine Ausbildung absolvieren?
2. Was weiss ich bereits über die Firma (Hauptsitz, Mitarbeiter)?
3. Warum soll der Betrieb mich wählen und nicht jemand anders?
4. Was sind meine Stärken?
5. Was sind meine Schwächen?
6. Wo sehe ich mich in 10 Jahren?
7. Wie würde ich mich in fünf Worten beschreiben?
8. Situation: Wie würde ich mich verhalten in diversen Situationen?
9. Warum bin ich „wie gemacht“ für diesen Beruf?
10. Weshalb habe ich mich für diesen Beruf entschieden?

Noch immer sind Lehrstellen mit Ausbildungsbeginn im Herbst 2013 zu besetzen. Aktuelle Lehrstellenangebote unter www.die-Lehrstelle.ch

„Knochenjobs schrecken ab“

Manche Branchen haben es schwer, Lernende zu finden. Gerade handwerkliche Berufe sind nicht mehr so gefragt bei den Jugendlichen wie früher. So kämpft auch Stefan Schärer von der Stein und Holz GmbH in Dulliken jedes Jahr um Lehrlinge. Für seine Ein-Mann-Firma vergibt er selbst zwar keine Lehrstelle, jedoch ist er Teilhaber bei der Bargetzi Naturstein GmbH in Solothurn. Dort fehlt es immer mehr an jungen Leuten. Warum dies so ist, verrät Stefan Schärer im Interview.

1. Welche Art von Berufslernenden bildet die Bargetzi Naturstein GmbH in Solothurn aus?
Bei uns hat der Lehrstellensuchende die Möglichkeit, eine Ausbildung zum Steinwerker mit EFZ[1] zu erlernen. Diese Ausbildung dauert  drei Jahre und beinhaltet vor allem maschinelle Arbeiten sowie Montagen am Bau.

2. Es scheint schwierig zu sein, Lernende auf Ihrem Gebiet zu finden. Warum glauben Sie, ist das so?
Das ist wohl einfach der Wandel der Zeit. Knochenjobs wie diese, schrecken ab. Niemand will mehr täglich Tonnagen rumschleppen, wenn er ebenso die Chance auf einen Bürojob hat. Entscheidet man sich trotzdem für eine solche Lehre, muss man wirklich begeistert sein von diesem Beruf. Sonst steht man die drei Jahre nicht durch.
Darüber hinaus, fehlt oft auch das schulische Niveau. Für diese Ausbildung braucht man nebst handwerklichem Können auch das Verständnis für mathematisches Denken, technisches Zeichnen und technische Abläufe.

3. Was muss man unternehmen, um bei der Bargetzi Naturstein GmbH eine Lehrstelle zu bekommen?
Man bewirbt sich schriftlich und absolviert eine Schnupperwoche. Dann sehen wir sehr schnell, ob jemand anpacken kann und ob er geeignet ist.
Wer mit dem Gedanken einer Bewerbung spielt: Ab August 2015 haben wir wieder freie Lehrstellen.


[1] EFZ= Eidgenössische Fähigkeitszeugnis

Stefan Schärer absolvierte selbst eine Lehre als Möbelschreiner. Danach kam eine Ausbildung als Kaufmann dazu und die Weiterbildung zum Technischen Kaufmann, bevor er sich selbstständig machte und die Steinbranche anfing ihn zu faszinieren.

 

[1] EFZ= Eidgenössische Fähigkeitszeugnis

 

 

 

 

 

die-Lehrstelle.ch öffnet die Pforten

Die innovative und moderne Lehrstellenplattform die-Lehrstelle.ch ging heute online. Das Thema Lehrstellen und Lernende ist aktuell, denn dieses Jahr wurden erstmals seit Jahren mehr Lehrstellen angeboten, als es Stellensuchende gibt. Diese Lehrstellenplattform ist ausschliesslich eine Lehrstellenbörse zum Inserieren und Finden von Lehrstellen.

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