Weshalb ist ein Eignungstest wichtig?

Heute verlangen viele Lehrbetriebe von ihren Bewerbern, dass sie einen Eignungstest absolvieren und diesen mit ihrer Bewerbung mitschicken. Es gibt viele externe Eignungstests, welche in sogenannten „Abklärungscentern“ durchgeführt werden von Firmen, die sich auf Eignungsabklärungen spezialisiert haben. In diesen Tests werden, je nach Beruf, unterschiedliche Fähigkeiten geprüft. Einige Betriebe haben aber auch interne Tests, die exakt auf ihre Branche, ihren Betrieb und die erforderlichen Qualifikationen abgestimmt sind.

Es ist von Vorteil, eine Eignungsabklärung als Teil der Bewerbung mitzuschicken. Jedoch sollte man sich vorher informieren (per Telefon oder via Homepage), ob ein Betrieb einen spezifischen Test wünscht.

Wozu ist ein Eignungstest gut?
Bei einem Eignungstest geht es in erster Linie darum, ob man die nötigen Anforderungen erfüllt, die an eine bestimmte Berufslehre gestellt werden. Dabei steht nicht nur schulisches Wissen im Vordergrund, sondern auch kognitive und berufsspezifische Fähigkeiten. Hat man beispielsweise vor, eine Lehre als Montage-Elektriker zu absolvieren, werden beim Eignungstest auch das logische Denken und das Vorstellungsvermögen geprüft.

Somit dient eine Eignungsabklärung nicht nur den Lehrbetrieben als Auswahlhilfe, sondern auch den zukünftigen Lernenden zur Selbsteinschätzung.

Eignungstest bringt Klarheit
Hat man sich für einen Beruf entschieden, sollte man sich zuerst informieren, ob man die Mindestanforderungen erfüllt (Schulnoten). Idealerweise hat man bereits eine Schnupperwoche absolviert, Interesse für den Beruf ist vorhanden und eine Eignung wahrscheinlich. Konnte jedoch noch nicht in den Beruf reingeschnuppert werden oder ist man unsicher, ob das schulische Wissen reicht, bringt ein Eignungstest Klarheit. Die Testresultate zeigen exakt, wo genug Wissen oder Können vorhanden ist oder eben nicht.

Allgemeine Infos
Die Kosten für einen Eignungstest belaufen sich auf ca. CHF 100 -. Durchgeführt werden die Tests in verschiedenen Regionen und zu verschiedenen Zeiten. Vorbereiten kann man sich nicht, da die Themen im Vorfeld natürlich nicht bekannt gegeben werden. Nur so kann eine Eignung abgeklärt werden. Wenn man sich aber zum vornherein gut in der Berufsgattung auskennt, ist dies nur ein Vorteil.

Meist kann der gleiche Test im selben Zeitraum nicht beliebig oft wiederholt werden. Hat man die gewünschten Resultate nicht erzielt, sollte der Gang zur Berufsberatung in Betracht gezogen werden oder man befasst sich noch intensiver mit der gewünschten Lehre, schnuppert vielleicht (noch) einmal, um die Anforderungen genau zu kennen. Auch die verantwortlichen Lehrmeister können beurteilen, ob man für eine Lehre geeignet ist oder nicht.

Worauf achten Firmen bei der Auswahl von Lernenden?

Wer eine Berufslehre absolvieren möchte, muss sich dafür bewerben. Im Idealfall erhalten die Kandidaten die Chance, sich bei einem Bewerbungsgespräch persönlich vorzustellen.

Man muss sich bewusst sein, dass man in jeder Phase einen Eindruck hinterlässt. Nachfolgende einige Tipps und Inputs zur Bewerbung:

  1. Die Bewerbung

Den ersten Eindruck erfolgt auf Grund deiner Bewerbung. Diese muss – ganz wichtig – vollständig sein.Was deine Bewerbung enthalten muss, steht meistens im Inserat. Dazu zählen z.B.: dein Bewerbungsschreiben, dein Lebenslauf mit den wichtigsten Angaben und deine Zeugniskopien der letzten Schuljahre (ohne Primarschule). Und, falls im Inserat verlangt, muss auch ein Eignungstest beigelegt werden.

  1. Die Terminvereinbarung

Falls du in die engere Auswahl kommst, wird sich die verantwortliche Berufsbildnerin melden, um einen Termin zu vereinbaren. Auch hier entsteht ein Eindruck. Zeige, dass du wirklich interessiert bist an dieser Lehrstelle. Versuche, bei der Terminvereinbarung möglichst unkompliziert zu sein (nicht die Schule deswegen auslassen, aber z.B. einen schulfreien Nachmittag dafür investieren).

  1. Das Schnuppern

Falls du zum Schnuppern eingeladen wirst, ist dies die Chance zu zeigen, wo deine Stärken liegen und dass dich der Beruf interessiert. Du musst nicht alles auf Anhieb beherrschen, denn du erlernst die Dinge ja später während der Berufslehre. Beim Schnuppern wird man dir Aufgaben geben, die mit diesem Beruf zusammenhängen. Es ist deine Gelegenheit, zu sehen, ob dir dieser Beruf liegt und ob dir der Betrieb zusagt. Achte auf das Arbeitsklima zwischen den Mitarbeitern und achte auf den generellen Eindruck, den die Firma auf dich macht.
Der Ausbildner wird schauen, ob du eine schnelle Auffassungsgabe besitzt und ob du in das Team passen würdest.

  1. Das Vorstellungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch dient neben dem Schnuppern als „Kennenlern-Gespräch“. Du wirst auf dein Bewerbungsschreiben angesprochen und auf die Gründe, weshalb du gerade diesen den Beruf erlernen möchtest. Essenziell ist, dass du deine Gründe bereit hast und nicht lange nachdenken musst. In diesem Punkt solltest du dir besonders sicher sein. Hole dir auf dem Internet Infos über die Firma. Man möchte sehen, wie stark du am Unternehmen und am Beruf interessiert bist. Je besser du informiert bist, umso sicherer wirst du dich fühlen und einen noch besseren Eindruck hinterlassen.