4 Tipps: Arbeit und Lehrbetrieb, Schule, Freizeit: Wie bringe ich alles unter einen Hut?

Mit dem Beginn einer Berufsausbildung verändert sich das Leben. Man hat nicht mehr so viel Zeit, wie während der Schule und verbringt fünf Tage in der Woche mind. während 8,5 Stunden im Lehrbetrieb. Ausserdem erlernt man jeden Tag neue Dinge hinzu. Scheinbar unendlich viel Wissen muss man sich in der Berufsschule aneignen. Dazu kommen die Hausaufgaben und irgendwann möchte man die Freizeit geniessen. Wie bringt man das alles unter einen Hut? Wie lade ich die Batterien neu? Wir haben vier Tipps zusammengestellt, die dir bei der Umstellung helfen sollen.

1.Teile dir deine Zeit ein

Ein einfach klingender Tipp, den du wahrscheinlich schon 1000 Mal gehört hast. Aber: Du musst dir einfach überlegen, wann du was anpacken willst. Während deiner gesamten Lehrzeit musst du versuchen, etwas weiter zu planen als dies während der Schulzeit der Fall war. Du bist jetzt alleine verantwortlich für deine Zeit, nutze sie gut.

2. Dein Lehrbetrieb hilft dir – DU musst aber fragen

Wenn du Probleme in der Berufsschule hast oder mit einer Arbeit einfach nicht weiter kommst, musst du dich frühzeitig an deinen Berufsbildner wenden. Auch ältere Lernende, die das erste Jahr bereits absolviert haben und den Stoff kennen, können helfen. Je früher du fragst, desto eher findest du eine Lösung für allfällige Probleme.

3. Du kannst nicht auf jeder Party tanzen

So schwer es auch fällt, manchmal muss man vernünftig sein und eine Tanznacht auslassen. Partys gibt es viele im späteren Leben, aber bei einer Prüfung gibt es nicht endlos viele Chancen. Die Freude über eine gute Note ist bestimmt grösser, als jene über den morgigen Kater, oder? ;o)

4. Nimm dir Zeit für dich

Es gibt bestimmt Tage oder Wochen, da wächst dir alles über den Kopf. Genau in solchen Augenblicken ist es umso wichtiger, dass du dir etwas Gutes tust. Sei es mit Sport, Freunde treffen oder einem einfachen Entspannungsbad. Um gute Entscheidungen zu treffen oder Energie zu tanken, braucht es entspannende Momente.

Was taugt die Lehre?- Wie findet man den „richtigen Lehrling“?

CRC. Die Schweizer Berufslehre gilt als Erfolgsmodell und ist historisch bedingt stark in Industrie und Gewerbe verankert. Lehrlinge bringen den Firmen viel. Doch bei der optimalen Rekrutierung hapert es in manchen Fällen. Viele Betriebe suchen nur nach den Besten. Sie sortieren Bewerber aufgrund „mangelnder Ausbildungsreife“ aus, heisst es im Lehrstellenbarometer, der die Situation auf dem Lehrstellenmarkt analysiert. Übersetzt heisst das nichts anderes als: „Die Kandidaten hatten zu schlechte Noten.“

Natürlich ist es schwierig, wenn Lernende an der Berufsschule Mühe haben. Dennoch sollten Noten allein nicht matchentscheidend sein. Schliesslich sind bei der Ausübung des späteren Berufs vor allem Fachkompetenz und Leidenschaft wichtig. Der Fachkräftemangel betrifft alle. Egal, ob kleine oder grosse Betriebe: Alle sind gefordert, um die bestmöglichen Lehrlinge zu rekrutieren.

Zunehmende Akademisierung der Berufe unabwendbar
Trotzdem findet seit über 15 Jahren eine zunehmende Akademisierung statt. Der Zustrom an die Gymnasien ist ungebrochen. Etliche Berufe sind nur noch über Hochschulabschlüsse zugänglich. Mit mehr „Durchlässigkeit“ wäre das duale Bildungssystem der Schweiz für die Zukunft noch besser gerüstet. 

Soft Skills sind weitaus wichtiger als schulische Noten
Viele Betriebe gehen davon aus, dass ein Schüler mit guten Noten auch ein guter Lehrling ist. Doch diese Gleichung geht leider nicht auf. „Betriebe tun sich häufig schwer damit, das Lernpotenzial junger Bewerber zu erkennen – obwohl Soft Skills wie Gewissenhaftigkeit, Fleiss oder Einsatzbereitschaft um einiges wichtiger sind als schulische Leistungen“, ist Erziehungswissenschaftlerin Margrit Stamm überzeugt. „Bei Sekundarschülern nehmen die Betriebe diese „weichen Funktionen“ zwar zur Kenntnis, aber nicht bei Realschülern. Während Schüler mittleren Ausbildungsniveaus schlechte Noten mit Soft Skills ausgleichen können, erhalten Realschüler oft gar nicht die Chance, diese zu beweisen, weil sie aufgrund von schlechten Noten von Beginn an aussortiert werden. Manche Firmen besetzen ihre Lehrstellen lieber gar nicht, als mit vermeintlich ungenügenden Bewerbern.

In vielen Branchen lohnen sich Lehrlinge für die Betriebe
Ein Drittel der Ausbildungsfirmen legt während der Lehrzeit drauf. Für sie wird der Lernende finanziell erst interessant, wenn er nach der Ausbildung bleibt – und das Unternehmen dadurch Zehntausende von Franken für die Rekrutierung und Einarbeitung eines Externen spart. Solche Betriebe streichen eine Lehrstelle tendenziell eher, statt einen mittelmässigen Bewerber einzustellen. Zwei Drittel der Firmen profitieren dagegen bereits während der Lehrzeit mehr von der geleisteten Arbeit der Lehrlinge, als sie die Ausbildung kostet. Im letzten Lehrjahr bringen Lehrlinge durchschnittlich knapp 6000 Franken ein. Bei vierjährigen Lehren sogar gegen 12‘000 Franken.
Das weiss auch Elektroinstallateur-Ausbildner Stefan Salzmann. Er zögerte lange, bevor er seinen letzten Lernenden anstellte. Der junge Mann war Realschüler und konnte nur mässig gute Noten vorweisen. „Doch die schulischen Anforderungen sind sehr hoch. Gerade in Mathematik bringen Realschüler nicht das nötige Vorwissen mit und müssen sich deshalb extrem reinhängen.“ Dennoch gab er dem Bewerber eine Chance. „Er zeigte während der Schnupperlehre vorbildlichen Einsatz und passte gut ins Team.“ Salzmanns Bauchgefühl war richtig. Der ehemalige Realschüler schloss nicht nur mit Bestnote ab, sondern holte sich an den Berufsweltmeisterschaften sogar eine Goldmedaille.

www.die-lehrstelle.ch

Das Portal Website www.die-Lehrstelle.ch listet seit Herbst 2011 neue Lehrstellen aus fast allen Branchen und aus fast allen Kantonen der Schweiz auf. Jugendliche informieren sich auf dieser Plattform über die offenen Lehrstellen. Unzählige Firmen haben seit dem Start ihre offenen Lehrstellen Jahr für Jahr auf dieser attraktiven Plattform ausgeschrieben.
 

Wichtiger denn je: Aneignung von Schlüsselqualifikationen

Fachwissen allein reicht nicht mehr. Wer im Job vorankommen will, muss teamfähig und belastbar sein und organisieren können. Wer Stellenanzeigen in Tageszeitungen oder im Internet studiert, merkt es schnell: Es genügt heute nicht mehr, nur „vom Fach“ zu sein, sprich eine Berufsausbildung oder ein Studium vorweisen zu können. Gefordert sind auch sogenannte Schlüsselqualifikationen.

Die Anforderungen an die Unternehmen, ihre Mitarbeiter, aber auch an die gesamte Gesellschaft steigen. Neuste Technik ist heute für jedes Unternehmen weltweit verfügbar. Aber wie werden die dringend benötigten Fach- und Führungskräfte heran- und ausgebildet? Gefordert sind sogenannte Schlüsselqualifikationen, also fach- und positionsübergreifende Fähigkeiten wie Teamgeist, Stressresistenz oder Organisationsvermögen. Häufig wird dafür der Begriff Soft Skills verwendet. Er fasst die „weichen“ Fähigkeiten und das „harte“ Fachwissen zusammen. Schlüsselkompetenzen stehen hoch im Kurs.

„Arbeiterlosigkeit“ löst den Begriff „Arbeitslosigkeit“ ab

Mit Blick auf die demografische Entwicklung wird sich neben dem allgegenwärtigen Begriff „Arbeitslosigkeit“ vermutlich der Begriff „Arbeiterlosigkeit“ im Sinne von „Mangel an qualifiziertem Personal“ bald stärker etablieren. Das bedeutet für jeden Einzelnen, sich ständig neue Kompetenzen anzueignen, um Einfluss auf den eigenen beruflichen und privaten Lebensweg zu nehmen. Eine gute Ausbildung ist das A und O für eine erfolgreiche Zukunft. Für die Lehrbetriebe heisst das, den Auszubildenden umfassendes Wissen und das sichere Beherrschen ihres Handwerks zu vermitteln. Die Lernenden sollen von Anfang an in den Beruf „einsteigen“ und voll mit anpacken.

Ausdauer und Lernbereitschaft wichtige Voraussetzungen

Die Vermittlung der fachlichen Kompetenz reicht dabei nicht mehr aus. Zu fachlicher Kompetenz muss noch eine andere Form der Qualifikation kommen: Sogenannte Handlungskompetenzen wie Persönlichkeitskompetenz, Methodenkompetenz oder Kommunikationskompetenz werden immer wichtiger. Dazu gehören die Fähigkeit, im Team zu arbeiten, Eigeninitiative, Probleme selbstständig erkennen und lösen, Ausdauer und Lernbereitschaft sowie seine Zeit gut einzuteilen.

Schlüsselqualifikationen ein klarer Wettbewerbsvorteil

Beruflicher Erfolg lässt sich an verschiedenen Indikatoren messen: an der erreichten Position, der Verantwortung für Umsatz und Personen, am Einkommen und (als subjektives Kriterium) an der Zufriedenheit mit der beruflichen Situation.

Schon im Bewerbungsverfahren spielen Schlüsselqualifikationen eine wichtige Rolle. Denn die Unternehmen wissen heute genau: Ein Mitarbeiter, der zwar fachlich top, aber nicht in der Lage ist, mit seinen Kollegen im Team zusammenzuarbeiten, bringt Konflikte. Schlüsselqualifikationen sind so gesehen ein klarer Wettbewerbsvorteil, insbesondere in Zeiten der Krise.

Lernen macht zufrieden und glücklich

CRC. Die Vereinten Nationen haben die Schweiz diesen Frühling zum glücklichsten Land der Welt gekürt. Sie kommen zum Schluss, dass glückliche Menschen länger und gesünder leben, produktiver sind, mehr verdienen und Krisen besser meistern können. Aus dem Bericht geht hervor, dass Arbeit und Lernen viel zur persönlichen Zufriedenheit beitragen.

Normalerweise sind Lernende zwischen 16- und 19-jährig. Wolfgang Kugler, Walter Lanz und Veronika Meyer sind um Jahrzehnte älter. Gehören sie deshalb auf dem Weg ihrer Zweitausbildung bereits in die Kategorie „altes Eisen“? Von den über 230‘000 Menschen in einer beruflichen Grundausbildung waren beispielsweise im Schuljahr 2011/2012 nur gut 2 Prozent über 30 Jahre alt. Marco Graf vom Laufbahnzentrum Zürich rät grundlegend auch keinem über 40-Jährigen zu einer Lehre. „Die Lebens- und Berufserfahrung eines „Ü 40“ rechtfertigt nur in Ausnahmefällen das tiefe Einkommen während der mehrjährigen Ausbildung“, so sein Fazit. „Gleichwohl ist natürlich ein älterer Lehrling in jedem Falle ein Gewinn für den jeweiligen Betrieb.“

Dreifache Mutter als „Klassenmami“ – offen für Sörgeli und Nöte ihrer Klassenkameraden

Die 48-jährige, angehende Podologin Veronika Meyer erinnert sich schmunzelnd an die Reaktion ihrer Mitschüler, als sie am ersten Schultag das Klassenzimmer betrat: „Was will diese alte Schachtel nur hier bei uns?“ Doch diese Vorbehalte verschwanden schnell. Bald wurde die dreifache Mutter von ihren Kameraden als „Klassenmami“ wahrgenommen. Veronika Meyer spürt aber, dass sie einen grösseren Aufwand betreiben muss als ihre Klassenkameradinnen im Teenager-Alter. „Ich war so viele Jahre nicht an der Schule und wusste zunächst gar nicht mehr, wie man richtig lernt.“

Mit 56 bislang ältester Lehrling

Wolfgang Kugler zählt mit seinen 56 Jahren wohl zu den bislang ältesten Lehrlingen der Schweiz. Diesen Sommer absolvierte er seine Lehrabschlussprüfung als Sanitär. Seine grosse Leidenschaft sind Kunst und Kultur. Er liebt das Politisieren, das Musizieren und das Schreiben. Seine Berufswahl scheint angesichts seiner Person so ein Widerspruch. Der zweifache Vater träumte ursprünglich von einer Karriere als Musiker oder Schriftsteller. „Realistisch gesehen war es nicht möglich, damit genug Geld zu verdienen“, sagt er. Sein satirischer Bildband im eigenen Verlag habe sich nur harzig verkauft. Der Liebe wegen ist der Wiener vor 10 Jahren in die Schweiz gezogen.

Erst Jurist, dann Schreiner …

Für Walter Lanz gibts kein Entweder – Oder. Und so hielt sich der heute 71-Jährige auch im Berufsleben an sein Credo. Schon immer mochte er es, mit den Händen zu arbeiten. Etwas zu produzieren, bei dem er am Abend weiss, was er geleistet hat. Gleichzeitig wollte er seinen Kopf benutzen. „Hätte ich wählen können, ich wäre am Morgen ins Büro gegangen – und den Nachmittag hätte ich an der Hobelbank verbracht“, blickt der aufgestellte Senior auf sein Arbeitsleben zurück. Und diesen Wunsch setzte er einiges Tages in die Tat um. Nach Wirtschaftsstudium, Doktorpromotion und einer selbstständigen Tätigkeit als Wirtschaftsjurist begann Walter Lanz mit 45 eine Lehre als Möbelschreiner. Sein Umfeld reagierte zum Teil überrascht, bewunderte seinen Mut. Andere waren irritiert, konnten nicht verstehen, wie er seine erfolgreiche Karriere einfach aufgeben konnte.

Doch um diese eine gemeinsame, wunderbare Erfahrung reicher sind alle drei: Seit dem erfolgreichen Abschluss ihrer Zweitausbildung sind sie rundum glücklich und zufrieden. Gestützt auf die Studie der Vereinten Nationen leben Wolfgang Kugler, Walter Lanz und Veronika Meyer ja auch im glücklichsten Land der Welt.

 

www.die-lehrstelle.ch

Das Portal Website www.die-Lehrstelle.ch listet seit Herbst 2011 neue Lehrstellen aus fast allen Branchen und aus fast allen Kantonen der Schweiz auf. Jugendliche informieren sich auf dieser Plattform über die offenen Lehrstellen. Unzählige Firmen haben seit dem Start ihre offenen Lehrstellen Jahr für Jahr auf dieser attraktiven Plattform ausgeschrieben.

Wie gehe ich mit schwierigen Vorgesetzten um?

„Mein Chef ist sehr impulsiv, pingelig und unberechenbar!“, klagt ein Auszubildender seinem Berufsschulkollegen. „Bei jeder Arbeit findet er das berühmte Haar in der Suppe. Meine Motivation liegt längst im Keller.“

Lehrjahre sind bekanntlich keine „Herrenjahre“. Problemsituationen im Umgang mit Vorgesetzten können vor allem für Auszubildende sehr belastend und demotivierend sein. Der Arbeitsalltag wird für Betroffene zur Hölle, vor allem dann, wenn sie erst am Anfang ihrer drei- oder vierjährigen Lehrzeit stehen.

Im Schnitt hat jede zehnte Führungskraft psychopathische Züge, sagen Experten. Vorgesetzte und Lehrlingsbetreuungspersonen mit diesen Eigenschaften verunsichern nicht nur ihr Team, sondern erst recht die Lernenden. Um diesen Druck auszuhalten, verbünden sich einige mit dem Chef. Doch dadurch werden die Opfer zu Mittätern.

Innere Distanz bewahren hilft

Es ist leichter gesagt als getan. Doch mit ein wenig Ruhe und Übung lässt sich die Launenhaftigkeit des Chefs studieren. Im Verlaufe der Zeit erkennt man eine „aufziehende Gewitterwolke“ und lernt entspannter damit umzugehen. Wichtig für die Auszubildenden: Auch wenn der Chef wieder mal unausstehlich ist, Respekt ist und bleibt die beste Grundlage für die gute Zusammenarbeit.

Konfliktprotokoll führen

Hilfreich kann es sein, mit persönlichen Notizen zu dokumentieren, welche wiederkehrenden Verhaltensweisen des Vorgesetzten den Arbeitsfluss einschränken und belasten. Im Gegenzug dürfen Auszubildende keine Scheu zeigen und bei ungenauen Anweisungen des Chefs genauer nachzufragen oder diese schriftlich geben zu lassen.

Vorgesetzte sind auch nur Menschen …

Oft ist der Vorgesetzte bloss überarbeitet und gestresst. Wenn er jedoch gar nicht mit sich reden lässt, ist es ratsam, von dritter Seite Hilfe beizuziehen. Sei dies nun bei einem Mitarbeitervertreter oder den Eltern. Bei völlig aussichtsloser Situation bleibt immer noch die Möglichkeit, sich über die rechtlichen Grundlagen beim Kantonalen Berufsbildungsamt zu informieren.

www.die-lehrstelle.ch

Das Portal Website www.die-Lehrstelle.ch listet seit Herbst 2011 neue Lehrstellen aus fast allen Branchen und aus fast allen Kantonen der Schweiz auf. Jugendliche informieren sich auf dieser Plattform über die offenen Lehrstellen. Unzählige Firmen haben seit dem Start ihre offenen Lehrstellen Jahr für Jahr auf dieser attraktiven Plattform ausgeschrieben.

Überblick externe Eignungstests

Am meisten verlangt von den Lehrbetrieben werden folgende drei Eignungsabklärungen:

Der Multicheck

Beim Multicheck kann nicht nur die Berufs-Eignung geprüft werden, sondern auch eine Persönlichkeits- oder Berufswahlanalyse erstellt werden.
Ein Multicheck kostet CHF 100.- und anmelden kann man sich per Internet. Maximal zwei Mal darf derselbe Test in einer Abklärungsperiode (Juni-Mai) absolviert werden. Schweizweit stehen über 30 Testcenter zur Verfügung. Das Zertifikat erhält man innerhalb von zwei Arbeitstagen per Mail zugestellt.
www.multicheck.org

Der basic-check

Auch der basic-check ist eine berufsneutrale Eignungsabklärung für Schüler ab der 8. Klasse. Unterschieden werden drei- und vierjährige Berufslehren (EFZ-Berufe: eidg. Fähigkeitszeugnis) von Anlehr- und Attestausbildungen (EBA-Berufe: eidg. Berufsattest). So werden bei den EFZ-Berufen sprachliche, numerische und räumliche Denkaufgaben gestellt, aber auch die Fremdsprachen Französisch und Englisch. Bei den EBA-Berufen fallen die Fremdsprachen weg, dafür kommen Praxisaufgaben dazu.

Die Prüfungsgebühr beim basic-check beträgt CHF 100.–. Anmelden kann man sich auf:
http://www.basic-check.ch/basic-check-home/

Der Nantys *kompass*

Beim Kompass-Verfahren werden nicht nur die Daten zu intellektuellen Leistungsvoraussetzungen, sondern auch zu persönlichkeitsbezogene Kompetenzen wie dem Sozial- oder Lernverhalten, Motive und Interesse erhoben.

Wie bei vielen Tests, ist derNantys *kompass* auch ein Instrument für Betriebe, die eigene Rekrutierungsverfahren möchten. So kann das Testverfahren individuell auf die jeweilige Firma abgestimmt werden. Um die Resultate richtig zu deuten, werden sogar Schulungen angeboten.

Die Kosten belaufen sich auf CHF 95.-. Weitere Infos und Anmeldungsmöglichkeiten unter:
https://kompass.nantys.com/de

Bei all diesen Eignungsabklärungen kann die Eignung in verschiedenen Berufen getestet werden. Ob man Kaufmann/Kauffrau, einen technischen Beruf, im Gesundheits- oder Sozialwesen, im Detailhandel/Service oder im Beauty-Bereich eine Lehre absolvieren möchte, macht einen grossen Unterschied. Die Tests sind deswegen auf die jeweilige Berufsgattung abgestimmt.

Weitere Eignungstests:

www.eignungstest.ch (Medtest für medizinische Ausbildungen)
http://www.agvs-ag.ch/Eignungstest.1711.0.html (für Autoberufe im Kanton Aargau)

Weshalb ist ein Eignungstest wichtig?

Heute verlangen viele Lehrbetriebe von ihren Bewerbern, dass sie einen Eignungstest absolvieren und diesen mit ihrer Bewerbung mitschicken. Es gibt viele externe Eignungstests, welche in sogenannten „Abklärungscentern“ durchgeführt werden von Firmen, die sich auf Eignungsabklärungen spezialisiert haben. In diesen Tests werden, je nach Beruf, unterschiedliche Fähigkeiten geprüft. Einige Betriebe haben aber auch interne Tests, die exakt auf ihre Branche, ihren Betrieb und die erforderlichen Qualifikationen abgestimmt sind.

Es ist von Vorteil, eine Eignungsabklärung als Teil der Bewerbung mitzuschicken. Jedoch sollte man sich vorher informieren (per Telefon oder via Homepage), ob ein Betrieb einen spezifischen Test wünscht.

Wozu ist ein Eignungstest gut?
Bei einem Eignungstest geht es in erster Linie darum, ob man die nötigen Anforderungen erfüllt, die an eine bestimmte Berufslehre gestellt werden. Dabei steht nicht nur schulisches Wissen im Vordergrund, sondern auch kognitive und berufsspezifische Fähigkeiten. Hat man beispielsweise vor, eine Lehre als Montage-Elektriker zu absolvieren, werden beim Eignungstest auch das logische Denken und das Vorstellungsvermögen geprüft.

Somit dient eine Eignungsabklärung nicht nur den Lehrbetrieben als Auswahlhilfe, sondern auch den zukünftigen Lernenden zur Selbsteinschätzung.

Eignungstest bringt Klarheit
Hat man sich für einen Beruf entschieden, sollte man sich zuerst informieren, ob man die Mindestanforderungen erfüllt (Schulnoten). Idealerweise hat man bereits eine Schnupperwoche absolviert, Interesse für den Beruf ist vorhanden und eine Eignung wahrscheinlich. Konnte jedoch noch nicht in den Beruf reingeschnuppert werden oder ist man unsicher, ob das schulische Wissen reicht, bringt ein Eignungstest Klarheit. Die Testresultate zeigen exakt, wo genug Wissen oder Können vorhanden ist oder eben nicht.

Allgemeine Infos
Die Kosten für einen Eignungstest belaufen sich auf ca. CHF 100 -. Durchgeführt werden die Tests in verschiedenen Regionen und zu verschiedenen Zeiten. Vorbereiten kann man sich nicht, da die Themen im Vorfeld natürlich nicht bekannt gegeben werden. Nur so kann eine Eignung abgeklärt werden. Wenn man sich aber zum vornherein gut in der Berufsgattung auskennt, ist dies nur ein Vorteil.

Meist kann der gleiche Test im selben Zeitraum nicht beliebig oft wiederholt werden. Hat man die gewünschten Resultate nicht erzielt, sollte der Gang zur Berufsberatung in Betracht gezogen werden oder man befasst sich noch intensiver mit der gewünschten Lehre, schnuppert vielleicht (noch) einmal, um die Anforderungen genau zu kennen. Auch die verantwortlichen Lehrmeister können beurteilen, ob man für eine Lehre geeignet ist oder nicht.

Start ins neue Jahr – idealer Zeitpunkt, sich Gedanken für die Berufsfindung zu machen

Die Zahl der offenen Lehrstellen steigt stetig an. Die Lehrbetriebe buhlen um die Schulabgänger. Zum beliebtesten Lehrberuf gehört nach wie vor die kaufmännische Grundbildung. In diesem Bereich weicht die Tendenz von der steten Zunahme des Lehrstellenüberangebots im Vergleich zu handwerklichen Berufen deutlich ab. Insbesondere gewerbliche Firmen und solche, die wenig prestigeträchtige Lehrstellen anbieten, haben Mühe, Nachwuchskräfte zu finden.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, sich mit dem Thema Berufswahl zu beschäftigen?

Aber ab wann genau sollten junge Menschen damit beginnen, sich mit der Zeit nach der Oberstufe zu beschäftigen? Und was ist jenen zu anzuraten, die sich noch nicht fixieren können, ob sie eine weiterführende Schule besuchen oder eine Ausbildung absolvieren werden? Empfehlenswert und hilfreich ist in solchen Situationen das Gespräch über persönliche Stärken und Schwächen mit Freunden, Lehrpersonen und Familie.

  • Welche Schulfächer interessieren dich?
  • Was tust du gerne in der Freizeit?
  • Bei welchen Tätigkeiten vergisst du die Zeit?
  • Was kannst du gut: in der Schule, zuhause, in der Freizeit?

Für Bezirksschüler/Innen respektive gute Sekundarschüler/Innen steht die Möglichkeit offen, eine berufliche Grundbildung (EFZ) mit Berufsmaturität zu besuchen. Mit der Wahl des Ausbildungswegs mit Berufsmaturität erwirbt man sich zudem eine erweiterte Allgemeinbildung und kann später in eine Fachhochschule eintreten.

Wichtige Faustregel: Wenn 70 % der Arbeit gefallen, sich mit den übrigen 30 % arrangieren

Wichtig ist, dass man sich frühzeitig mit dem Thema Berufsfindung auseinandersetzt. Wer nicht spezifisch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz für eine kaufmännische Lehre bei einer Grossbank, einer Versicherung oder in einem Reisebüro ist, braucht nicht zu verzweifeln. Die Erfahrung zeigt, dass es auch während der Sommerferien durchaus noch interessante Lehrstellenangebote zu finden gibt. Selbst wenn der absolute Traumberuf nicht dabei sein sollte: Wichtig ist, dass zumindest die Grundrichtung stimmt und dass sich junge Menschen gleichwohl offen und flexibel für verwandte Berufe zeigen. Ist genügend Motivation für die Lehre da, hat man danach gute Möglichkeiten, sich weiterzubilden oder auf einen verwandten Job umzusteigen. – Eine Lehre muss ja nicht der Beruf fürs ganze Leben bleiben. Zum Reifeprozess gehört eben auch dazu, zu begreifen, dass auch spannende Berufe ihre Schattenseiten haben.

Die bevorstehenden Sportferien können so als ideales Zeitfenster genutzt werden, sich bereits Anfang Jahr intensiver mit dem Thema Berufswahl auseinanderzusetzen.

Tagtäglich des eigenen Glückes Schmied

In diesen Tagen hat für Tausende von Jugendlichen die Lehre oder ein neues Lehrjahr begonnen. Vom Bürolisten über die Kosmetikerin, den Pferdepfleger bis hin zum Elektroinstallateur, Mechatroniker, Logistiker reicht die Berufspalette querbeet. Im Coiffeurgewerbe und in der Schönheitspflege sind Mädchen deutlich in der Überzahl. Als „Männerdomäne“ gelten dagegen die Bereiche Elektrizität, Automationsbranche oder die Forstwirtschaft.

 

Vom Aussterben bedrohte, altbewährte Berufe

Kaum mehr gefragt, geschweige denn überhaupt geläufig, sind in der heutigen Zeit Berufsbilder wie Müller, Hufschmied, Sattler oder Wagner. Dabei hat doch etwa der Hufschmied ein sicheres Zukunftspotenzial: Ist es bei Fahrzeugen die Pneubranche, die vom Verschleiss der Autoreifen lebt, so ist es bei Pferden der Hufschmied, der bei den Reittieren in regelmässigen Intervallen die Hufe fachgerecht schneiden und neu beschlagen muss.

Nicht jedes Pferd ist so kooperativ wie Fury

Der Kniff dabei: Jeder Huf ist anders und benötigt eine individuelle Behandlung. Ob „Zeheneng“, „Plattfuss“, „spitz“ oder „stumpf“, für jedes Huf-Problem gibt es eine Lösung. Nicht jedes Pferd ist dabei so kooperativ wie Fury: Was zu tun ist, wenn das Pferd mal schlechte Laune hat, erfährt man spätestens während der Ausbildung zum Hufschmied.

Verantwortungsbewusstsein, gute körperliche Kondition, Wetterfestigkeit

Jeder Pferdebesitzer möchte grundsätzlich genauestes über den Zustand des Pferdes in Kenntnis gesetzt werden. Die Betreuung und Beratung der Zweibeiner ist daher ebenso wichtig wie die Arbeit am Vierbeiner. Entsprechendes Einfühlungsvermögen ist eine wichtige Grundvoraussetzung. Ebenso sollte ein Hufschmied körperlich fit und vor allem auch wetterfest sein.

Im übertragenen Sinne wird man als Hufschmied sogar tagtäglich zu seines eigenen Glückes Schmied. Nachdem das Pferdebeschlagen ursprünglich von den Römern erfunden wurde, entwickelte sich das Hufeisen bei fast allen Völkern zum Glücksbringer. Grund: Es verleiht dem edlen Tier einen wertvollen Schutz.

Informatik-  und Kommunikationsberufe hoch im Trend

Etliche, ganz alltägliche Branchen verzeichnen zunehmend grosse Schwierigkeiten, ihre Lehrstellen zu besetzen, weil sich kaum Jugendliche für ihre Berufe interessieren. Im Kanton Aargau sind vor allem die Bereiche Bau, Gebäudetechnik oder Metall/Maschinen davon betroffen. Mit anderen Worten: Tätigkeiten, bei denen man dreckig wird und körperlich anstrengende Arbeit ausführen muss. Dagegen liegen Informatik- und Kommunikationsberufe oder KV-Ausbildungen hoch im Trend.

Angebotsüberschuss fördert Freiheit der Berufswahl

Der Grund, dass weniger Jugendliche eine Lehrstelle suchen, ist nicht etwa das Desinteresse, sondern die allgemeine demografische Entwicklung. Seit drei Jahren verlassen immer weniger Jugendliche die Volksschule, während das Angebot an Lehrstellen stabil bleibt. Dank diesem Angebotsüberschuss fördert dies die Freiheit der Jugendlichen bei der Berufswahl. Für die Unternehmen jedoch wird die Situation zum Problem. Für sie wird es immer schwieriger, geeignete Lehrlinge zu finden.

Als Lehrling einmal „fremdgehen“

Ein Arbeitsplatztausch macht die Betroffenen selbstständiger
Die Sommerferien, auch "grosse Ferien" genannt, sind der grösste zusammenhängende Zeitraum an unterrichtsfreier Zeit für Schüler und Lernende.
Bis zum 20. Geburtstag haben Lehrlinge Anspruch auf mindestens fünf Wochen Ferien im Jahr. Nehmen sie ausserhalb der Schulferien frei, dürfen sie die Schule nicht schwänzen. Die Schultage gelten aber auch nicht als bezogene Ferientage.
 

Sommerferien-eher schlechte Karten für Lehrlingsaustausch

Bekanntlich ist es nie zu früh, an die Sommerferien zu denken. Doch schönste, bunt ausgemalte Ferienträume können bei knapper Kasse oft wie eine Seifenblase vorschnell zerplatzen. – Wie wäre es unter diesen Umständen, als Lehrling ganz einfach einmal  unter dem Jahr „fremdzugehen“?  Noch während der Lehre Berufserfahrung in anderen Betrieben zu sammeln, ist wertvoll. Und ganz einfach – sogar im Ausland. Der Fairness halber sei hierzu angemerkt, dass ein Lehrlingsaustausch während der Sommerferien kaum umsetzbar ist. Denn da haben viele Betriebe entweder Ferien oder einen dezimierten Personalbestand. Das macht es etwas schwierig für einen Austauschlehrling.

Ob als Student, Berufstätiger, Schüler oder Familie – fast jeder möchte gerne einmal in der warmen Jahreszeit verreisen und eine gute Portion Sonne tanken. Aber auch Reiseziele im Norden sind im Sommersemester sehr beliebt, denn die Sommermonate versprechen meistens die stabilste Wetterlage. 

Arbeitsplatztausch macht reifer und erfahrener

Was bei Studenten oder auch bei Gymnasiasten alltäglich ist – sprich ein Austauschjahr in einer anderen Gegend der Welt –, ist für Absolventen einer Berufslehre noch die grosse Ausnahme. Und dies, obwohl es seit Jahren etliche Programme gibt, die den Austausch mit einem anderen Betrieb arrangieren. «Es fehlt schon am Wissen, dass solche Programme überhaupt existieren», erklärt Marianne Dobler-Müller (55), Initiantin und Organisatorin des Programms Visite – Lernende besuchen Lernende. Dabei ist ein solcher Arbeitsplatztausch im Ausland für die Bewerbungsmappe später nur förderlich.

Mehrsprachigkeit wichtige Voraussetzung in globalisiertem Arbeitsumfeld

Die Lernenden sind nach einem solchen Austausch selbstbewusster und reifer. Sie können danach meist offener kommunizieren. Und vor allem kann festgestellt werden, dass es für Austauschlernende einfacher ist, nach der Lehre eine Stelle zu finden. In vielen Gesprächen mit Firmen und Organisationen zeigt es sich, dass die Mehrsprachigkeit eine der wichtigsten Voraussetzungen im globalisierten Arbeitsumfeld darstellt. Lehrabsolventen mit guten Fremdsprachenkenntnissen haben einen Vorteil auf dem Arbeitsmarkt.

Weitere Infos: Austauschprogramm «Visite − Lernende besuchen Lernende», organisiert von Rotary Schweiz-Liechtenstein –  http://www.visite.ch/