Als Lehrling einmal "fremdgehen"

Ein Arbeitsplatztausch macht die Betroffenen selbstständiger
Die Sommerferien, auch "grosse Ferien" genannt, sind der grösste zusammenhängende Zeitraum an unterrichtsfreier Zeit für Schüler und Lernende.
Bis zum 20. Geburtstag haben Lehrlinge Anspruch auf mindestens fünf Wochen Ferien im Jahr. Nehmen sie ausserhalb der Schulferien frei, dürfen sie die Schule nicht schwänzen. Die Schultage gelten aber auch nicht als bezogene Ferientage.
 

Sommerferien-eher schlechte Karten für Lehrlingsaustausch

Bekanntlich ist es nie zu früh, an die Sommerferien zu denken. Doch schönste, bunt ausgemalte Ferienträume können bei knapper Kasse oft wie eine Seifenblase vorschnell zerplatzen. – Wie wäre es unter diesen Umständen, als Lehrling ganz einfach einmal  unter dem Jahr „fremdzugehen“?  Noch während der Lehre Berufserfahrung in anderen Betrieben zu sammeln, ist wertvoll. Und ganz einfach – sogar im Ausland. Der Fairness halber sei hierzu angemerkt, dass ein Lehrlingsaustausch während der Sommerferien kaum umsetzbar ist. Denn da haben viele Betriebe entweder Ferien oder einen dezimierten Personalbestand. Das macht es etwas schwierig für einen Austauschlehrling.

Ob als Student, Berufstätiger, Schüler oder Familie – fast jeder möchte gerne einmal in der warmen Jahreszeit verreisen und eine gute Portion Sonne tanken. Aber auch Reiseziele im Norden sind im Sommersemester sehr beliebt, denn die Sommermonate versprechen meistens die stabilste Wetterlage. 

Arbeitsplatztausch macht reifer und erfahrener

Was bei Studenten oder auch bei Gymnasiasten alltäglich ist – sprich ein Austauschjahr in einer anderen Gegend der Welt –, ist für Absolventen einer Berufslehre noch die grosse Ausnahme. Und dies, obwohl es seit Jahren etliche Programme gibt, die den Austausch mit einem anderen Betrieb arrangieren. «Es fehlt schon am Wissen, dass solche Programme überhaupt existieren», erklärt Marianne Dobler-Müller (55), Initiantin und Organisatorin des Programms Visite – Lernende besuchen Lernende. Dabei ist ein solcher Arbeitsplatztausch im Ausland für die Bewerbungsmappe später nur förderlich.

Mehrsprachigkeit wichtige Voraussetzung in globalisiertem Arbeitsumfeld

Die Lernenden sind nach einem solchen Austausch selbstbewusster und reifer. Sie können danach meist offener kommunizieren. Und vor allem kann festgestellt werden, dass es für Austauschlernende einfacher ist, nach der Lehre eine Stelle zu finden. In vielen Gesprächen mit Firmen und Organisationen zeigt es sich, dass die Mehrsprachigkeit eine der wichtigsten Voraussetzungen im globalisierten Arbeitsumfeld darstellt. Lehrabsolventen mit guten Fremdsprachenkenntnissen haben einen Vorteil auf dem Arbeitsmarkt.

Weitere Infos: Austauschprogramm «Visite − Lernende besuchen Lernende», organisiert von Rotary Schweiz-Liechtenstein –  http://www.visite.ch/

Kein Bammel vor Vorstellungsgesprächen

Kein Bammel vor Vorstellungsgesprächen

Fünf Tipps und Tricks, die Nervosität zu überlisten
Viele Lernende im Abschlussjahr verspüren einen schweren Klumpen im Magen, wenn sie nur schon einen Gedanken an das bevorstehende Vorstellungsgespräch verlieren. Dabei führen bei Berufseinsteigern in aller Regel nur 10 bis 15 Prozent der abgeschickten Bewerbungen zu einer Einladung. Wer demzufolge zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird, hat bereits den ersten entscheidenden Erfolg erzielt.

 

Pünktlichkeit als beste Visitenkarte

Plane genug Zeit für den Weg ein, nimm lieber einen früheren Zug oder fahre eine Stunde früher los. Wegbeschreibungen und Pufferzeiten für Staus und Zugverspätungen solltest  du ebenso einkalkulieren. Sollte sich dennoch eine Verspätung abzeichnen, dann rufe im Unternehmen an und sage Bescheid. Also: Handy nicht vergessen und vor allem nicht die richtige Telefonnummer!

Gegenseitiges Abtasten – vertraut mit eigenem Bewerbungsdossier
Natürlich musst du damit rechnen, "gescannt" zu werden.  Personalverantwortliche fragen oft, welche berufliche Grund- oder Weiterbildung man macht und wo man aktuell arbeitet, um zu sehen, ob der Bewerber die Muss-Kriterien erfüllt. Gut ist es, Lebenslauf, Zeugnisse und das Stelleninserat parat zu halten.

Manche Fragen stammen aus dem Standardrepertoire für Vorstellungsgespräche: Warum glauben gerade Sie, auf diese Stelle zu passen? Welche Schwächen haben Sie? Ziel ist es nicht, bedeutungsschwere Statements zu sammeln, sondern Motivation und Kommunikationsfähigkeit des Stellenbewerbers zu testen. Spontane, offene Antworten bringen am meisten – und helfen, beruflich "Anschluss unter dieser Nummer" zu finden.

Zum Detektiv werden bei der Unternehmensrecherche

Schon die halbe Miete beglichen hat ausserdem, wer sich umfassend über das einladende Unternehmen informiert hat: Wie ist es aufgestellt? Wo sind die wichtigsten Märkte? Welche neuesten Entwicklungen gibt es? Wie ist die Unternehmensgeschichte? Auf welche Aspekte wird besonderes Gewicht gelegt?

Selbstbewusstes Auftreten

Nach erfolgreichem Lehrabschluss kann der frisch gebackene Berufsmann oder die frisch gebackene Berufsfrau etwas vorweisen. Wichtig ist es zu zeigen, dass man genau die richtige Person für die ausgeschriebene Stelle ist, und nicht irgendein Bittsteller, der verzweifelt nach einer Einkommensquelle ist. Es kann hilfreich sein, sich beim Beschreiben seiner Stärken imaginär ein markantes Tier – beispielsweise einen brüllenden Löwen – vorzustellen. Oder nimm einen Bleistift in die Hand, um dir während des Gesprächs Notizen zu machen. Damit verliert sich das durch Nervosität auftretende Zittern der Hände.

Keine Ungeduld zeigen bei der Lohnfrage
Bestimmte Details wie die Höhe des Lohns oder der Ferienanspruch klären sich frühestens im Vorstellungsgespräch – und selbst dort solltest du sie nicht als Erster ansprechen. Der Personalverantwortliche kann meist auch nicht sagen, wann das Selektionsverfahren definitiv abgeschlossen sein wird.

Lehrstellenmarkt: „Null Bock“ auf Handwerkerlehre

Lehrstellenmarkt: „Null Bock“ auf Handwerkerlehre

CRC. Die Tendenz der letzten Jahre zeigt sich kaum verändert: Das Angebot an offenen Lehrstellen im verarbeitenden Gewerbe übertrifft die Nachfrage der Schulabgänger. 8500 Lehrstellen waren so Ende August 2015 noch nicht besetzt. Ein Grossteil der Jugendlichen bevorzugt den Übertritt an höhere Schulen, fokussiert sich auf eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich oder wählt eine Zwischenlösung.

Um die Problematik auf den Punkt zu bringen: Nicht alle Lehrgänge mit handwerklichem Hintergrund sind beliebt. Bleiben motivierte Jugendliche jedoch trotzdem auf der Strecke, hat dies meist den einen Grund: Wer zu wenig genug qualifiziert ist, bekommt keinen Lehrvertrag. In den Branchen Büro und Informationswesen, Druck, Design und Kunstgewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen sowie in der Informatik übersteigt die Nachfrage das Angebot an Lehrstellen. Umgekehrt übertrifft das Lehrstellen-Angebot die Nachfrage etwa im Baugewerbe, bei Dienstleistungen, in der Landwirtschaft, im verarbeitenden Gewerbe und im Verkauf. Zusammengefasst will das heissen: Angebot und Nachfrage sind in vielen Fällen nicht deckungsgleich.

Um jeden Preis ans Gymi, auch mit schwachem Lernniveau

Heute streben auch Schüler ans Gymi, die das geforderte Niveau nur mit Mühe er­reichen. Diese fehlen dann in den Lehrbetrieben. Viele Eltern und Lehrer haben noch nicht verinnerlicht, dass der Nachwuchs mit einer Lehre und Fachhochschulausbildung bessere Berufschancen hat als mit einer akademischen Laufbahn. Gleichwohl ist festzustellen: Kleinere Betriebe bilden immer seltener Berufsmaturanden aus. Argumentiert wird dies damit, dass Auszubildende, welche berufsbegleitend die Berufsmatura absolvierten, zu oft am Arbeitsplatz fehlen würden. Dabei ist die Berufsmatura gerade für Jugendliche geeignet, die Berufspraxis mit einer guten Allgemeinbildung verbinden wollen.  „Ich finde es super, dass ich nicht nur die Matura haben, sondern auch einen tollen Beruf“, resümiert eine Fachfrau für Gesundheit mit Matura.

Der Stift fehlt zwei Tage pro Woche

Eine Initiative des Staatssekretariats für Bildung will die Berufsmatura fördern; vor allem das integrierte Modell BM1 soll wieder attraktiver werden: 18 Prozent der Stifte sollen eine Berufsmatura machen – drei Prozent mehr als heute. Gefordert sind die Ausbildungsfirmen. Laut Lehrstellenbarometer geben 60 Prozent von ihnen an, sie bildeten Berufsmaturanden aus. Tatsächlich tut das nur etwa jeder fünfte Lehrbetrieb. Ein Gros der Betriebe ist gegen eine Akademisierung. Ihr Bestreben ist es, mit ihren Lehrstellen den Berufsnachwuchs zu fördern und zu qualifizierten Berufsfachleuten auszubilden.

Gesundheitsförderprojekt: Rauchfrei ist cool

Das von der Lungenliga Schweiz initiierte Projekt „rauchfrei in die Lehre“ wird auch in diesem Jahr fortgesetzt. Die Anmeldeplattform für das Jahr 2016/2017 ist ab Sommer 2016 eröffnet (www.1-lehrjahr-rauchfrei.ch). Die Teilnehmenden verpflichten sich während ihres ersten Lehrjahres auf jeglichen Tabakkonsum zu verzichten (Zigaretten, Cannabis, Wasserpfeife, Schnupftabak, Snus usw.). Darunter fällt auch die E-Zigarette. Die Einhaltung der Vereinbarung wird mit Kohlenmonoxid-Tests überprüft. Lernende können eine kostenlose Rauchberatung in Anspruch nehmen.

Prävention – ein Schlagwort, das oft für hitzige Köpfe sorgt

Prävention bezeichnet in aller Regel Massnahmen, die auf ein bestimmtes Ziel ausgerichtet sind. Dabei stellen die Initianten richtig, dass die „Rauchfrei-Präventionskampagne“ keine Bevormundung sein soll, sondern vielmehr eine Hilfestellung für die Bevölkerung, um auf bestimmte Risiken für die Gesundheit aufmerksam zu machen und diese zu verringern.

Stress und Gruppendruck begünstigen den Einstieg ins Rauchen

Dass die Lungenliga ihre Kampagne gerade auf die Lehrjahre fokussiert, hat gute Gründe: Der Startschuss zu einer jahrelangen Raucherkarriere fällt meistens in diese Zeit. Statistiken zeigen es auf: Der Anteil rauchender Jugendlicher nimmt in der Übergangsphase von der Schule in die Lehre zu. Dies, weil der Übertritt ins Erwerbsleben, Stress und Gruppendruck den Einstieg ins Rauchen begünstigen. Daher ist Tabakprävention in diesem Alter enorm wichtig. Wer mit 18 noch rauchfrei ist, wird es mit 80-prozentiger Wahrscheinlichkeit sein ganzes Leben lang bleiben.

Gesund sein und darob noch Geld sparen

„Man tut etwas für die Gesundheit, riecht nicht nach Rauch und spart erst noch Geld“, so das Statement von Teilnehmern, die bereits im Vorjahr mitgemacht hatten. „Auf alle Fälle sind wir stolz, bereits ein ganzes Jahr rauchfrei durchgehalten zu haben.“

Rauchfrei in die Berufslehre starten

  • 208 Betriebe mit mehr als 800 Lernenden beteiligen sich im Lehrjahr 2015/2016 am Projekt
  • Sowohl bei der Arbeit als auch in der Freizeit rauchfrei zu bleiben das erklärte Ziel
  • Rauchverhalten zeigt Auswirkungen auf Präsenz am Arbeitsplatz
  • Mehr Biss bei aktiver sportlicher Betätigung ohne Zigikonsum
  • Gedankengut „Nichtrauchen ist cool“ fördern und unterstützen

Wie gehe ich mit schwierigen Vorgesetzten um?

„Mein Chef ist sehr impulsiv, pingelig und unberechenbar!“, klagt ein Auszubildender seinem Berufsschulkollegen. „Bei jeder Arbeit findet er das berühmte Haar in der Suppe. Meine Motivation liegt längst im Keller.“

Lehrjahre sind bekanntlich keine „Herrenjahre“. Problemsituationen im Umgang mit Vorgesetzten können vor allem für Auszubildende sehr belastend und demotivierend sein. Der Arbeitsalltag wird für Betroffene zur Hölle, vor allem dann, wenn sie erst am Anfang ihrer drei- oder vierjährigen Lehrzeit stehen.

Im Schnitt hat jede zehnte Führungskraft psychopathische Züge, sagen Experten. Vorgesetzte und Lehrlingsbetreuungspersonen mit diesen Eigenschaften verunsichern nicht nur ihr Team, sondern erst recht die Lernenden. Um diesen Druck auszuhalten, verbünden sich einige mit dem Chef. Doch dadurch werden die Opfer zu Mittätern.

Innere Distanz bewahren hilft

Es ist leichter gesagt als getan. Doch mit ein wenig Ruhe und Übung lässt sich die Launenhaftigkeit des Chefs studieren. Im Verlaufe der Zeit erkennt man eine „aufziehende Gewitterwolke“ und lernt entspannter damit umzugehen. Wichtig für die Auszubildenden: Auch wenn der Chef wieder mal unausstehlich ist, Respekt ist und bleibt die beste Grundlage für die gute Zusammenarbeit.

Konfliktprotokoll führen

Hilfreich kann es sein, mit persönlichen Notizen zu dokumentieren, welche wiederkehrenden Verhaltensweisen des Vorgesetzten den Arbeitsfluss einschränken und belasten. Im Gegenzug dürfen Auszubildende keine Scheu zeigen und bei ungenauen Anweisungen des Chefs genauer nachzufragen oder diese schriftlich geben zu lassen.

Vorgesetzte sind auch nur Menschen …

Oft ist der Vorgesetzte bloss überarbeitet und gestresst. Wenn er jedoch gar nicht mit sich reden lässt, ist es ratsam, von dritter Seite Hilfe beizuziehen. Sei dies nun bei einem Mitarbeitervertreter oder den Eltern. Bei völlig aussichtsloser Situation bleibt immer noch die Möglichkeit, sich über die rechtlichen Grundlagen beim Kantonalen Berufsbildungsamt zu informieren.

www.die-lehrstelle.ch

Das Portal Website www.die-Lehrstelle.ch listet seit Herbst 2011 neue Lehrstellen aus fast allen Branchen und aus fast allen Kantonen der Schweiz auf. Jugendliche informieren sich auf dieser Plattform über die offenen Lehrstellen. Unzählige Firmen haben seit dem Start ihre offenen Lehrstellen Jahr für Jahr auf dieser attraktiven Plattform ausgeschrieben.

Karriere auf dem Laufsteg – ein Traum auf dünnen Beinen

CRC. Der Modelberuf verspricht Glamour und Abenteuer. Unzählige junge Frauen wollen modeln. Für eine Karriere auf dem Laufsteg und vor der Kamera nehmen sie Stress, Ausbeutung bis hin zum Magerwahn in Kauf. Elementare Voraussetzungen für diesen  schönen Mädchentraum sind denn vorweg die richtigen Masse, viel Glück – und eine grosse Portion Besonnenheit.

Models wecken Emotionen. Doch der Modelberuf ist ein hartes Geschäft; die körperlichen Anforderungen sind extrem. Reisen, Jetlag, lange Shootings – und all dies mit einem Körper, der über keine Reserven verfügen darf. Die Topmodels sind denn auch nicht schlank, sondern sehr schlank. „Man kann eigentlich nie zu dünn sein“, umschreibt es das Berner Model Julia Saner. Nachdem sie neun Monate durchgearbeitet habe, brauche sie nun dringend eine Pause. Julia Saner ist eine der wenigen jungen Frauen, die die Voraussetzungen haben, um in diesem Geschäft erfolgreich zu sein. Ein Grossteil ihrer Mitstreiterinnen macht ganz andere Erfahrungen. Die Urteile der Modelagenturen fallen manchmal ziemlich niederschmetternd und vernichtend aus: zu massiger Kopf, zu kurze Beine, schlechte Haut. Keine Chance.

Von 90-60-90 noch knapper zu 80-60-90

„Die hier sind perfekt“, stellt die Chefin einer Zürcher Modelagentur fest und legt ein paar Polaroids auf den Tisch. – Die Mädchen auf den Bildern haben feingliedrige Körper, lange Hände und schlanke Fesseln. Keinerlei Kurven, kaum Busen. Mädchen eben, keine Frauen. Die Körper sind nicht schön, sondern aussergewöhnlich lang und dünn. Von den einstigen Traummassen 90-60-90 für Brust, Taille und Hüfte sind nur noch 80-60-90 übrig geblieben. Die Haute Couture ist obenherum noch knapper geworden. Geblieben ist die Grösse: gern 1,80 Meter oder mehr. Der vielbeklagte Magerwahn?  

In einer Konsumgesellschaft muss man manchmal Opfer bringen

Die Modebranche scheint diesbezüglich ihre eigenen Massstäbe zu haben. 2006 starben zwei südamerikanische Models an Unterernährung: Die Uruguayerin Luisel Ramos brach bei einer Modeschau tot zusammen. Die Brasilianerin Ana Carolina Reston starb im Spital an Organversagen. Mit 1,74 Metern und 40 Kilogramm war ihr Körper zu ausgemergelt und schwach, um sich gegen eine einfache Infektion wehren zu können. Stardesigner Wolfgang Joop erklärte darauf in einem Interview: „Wir leben nun mal in einer Konsumgesellschaft, wo der Konsum regiert. Da muss man manchmal Opfer bringen.“

Nicht nur körperlich, sondern auch finanziell hoher Preis

Nicht jede hat die Qualifikationen zum Modeln. Dennoch versuchen junge Mädchen alles, um als Model arbeiten zu können. Viele bezahlen für ihren Traum nicht nur körperlich, sondern auch finanziell einen hohen Preis. Vor der definitiven Aufnahme muss der Betrag von 600 Franken cash bezahlt werden, heisst es in einer Auflistung der Abzüge, die die Zürcher Time Model Agency einer Studentin zusammen mit ihrem Vertrag zugestellt hat. Darin enthalten sind die Kosten für Internetauftritt, Fotobücher und Bearbeitung der Sedcards (Bewerbungsunterlagen der Models). Ein Testshooting kostete weitere 500 Franken. Nach ein paar Monaten wurde ihr auch noch ein Catwalk-Kurs für 750 Franken verordnet.

Gebühren von mehreren hundert Franken für den Einstieg ins Modelgeschäft sind in dieser Branche gang und gäbe und nichts Aussergewöhnliches. Die Verträge sind auch in weiteren Punkten oft sehr nachteilig für die Models. Und gleichwohl: Der Ansturm auf Modelagenturen hält ungebrochen an, der Traum vom Modelberuf auf dünnen Beinen platzt jedoch für viele nur allzu leicht wie eine Seifenblase .

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Das Portal Website www.die-Lehrstelle.ch listet seit Herbst 2011 neue Lehrstellen aus fast allen Branchen und aus fast allen Kantonen der Schweiz auf. Jugendliche informieren sich auf dieser Plattform über die offenen Lehrstellen. Unzählige Firmen haben seit dem Start ihre offenen Lehrstellen Jahr für Jahr auf dieser attraktiven Plattform ausgeschrieben.

Mit Brückenangeboten die Zukunft im Sack?

CRC. Sind die Noten ungenügend oder möchte der Jugendliche später eine weiterführende Schule besuchen, ist eine allgemeine schulische Weiterbildung von Vorteil. „Sprachaufenthalte sind in dieser Situation nicht unbedingt das Gelbe vom Ei. Die Jugendlichen sollten sich lieber auf die Kernfächer Mathematik und Deutsch konzentrieren“, so der Rat der Berufsberaterin. Etwa ein Drittel der Kantone verlangt fürs 10. Schuljahr respektive für Brückenangebote ein teures Schulgeld.

Keine Lehrstelle gefunden, die Gymiprüfung verpatzt – „ab ins 10. Schuljahr!“, lautet in dieser Situation oftmals die Devise.- Viele Schulabgänger haben zunehmend Mühe mit der Arbeitshaltung und es gibt vermehrt Schüler mit Ausbildungslücken. Jugendliche sollten früh eine schulische Zwischenlösung ins Auge fassen, wenn sie noch keine Lehrstelle gefunden haben. Wer sich in der Berufswahl sicher ist, sollte sich auch dann weiterbewerben, wenn er oder sie sich schon für eine Brückenlösung angemeldet hat.

Unschlüssig in der Berufswahl oder Schwierigkeiten bei Lehrstellensuche?

Andere Jugendliche sind in ihrer Berufswahl unentschlossen oder sind vielleicht bei der Lehrstellensuche auf Schwierigkeiten gestossen. Wiederum andere müssen ein Jahr älter werden, bevor sie eine Ausbildung antreten können. Oder sie müssen eine bestimmte Vorbildung absolvieren, bevor sie mit der Ausbildung beginnen können, wie z. B. einen Vorkurs für gestalterische Ausbildungen. Gefragt sind da Brückenangebote, die zielgerichteter aufs Berufsleben vorbereiten. Es braucht Anschlusslösungen, die nicht nur einen schulischen, sondern auch einen praxisorientierten Teil bieten. Und es sei an dieser Stelle auch gleich vorweggenommen: Die kindliche Vorstellung vom Traumberuf lässt sich nur in den wenigsten Fällen umsetzen.

Nicht nur schulische, sondern auch praxisorientierte Module

Die Zeit drängt, da manche Angebote schnell ausgebucht sind und die Situation durchaus etwas „kompliziert“ werden könnte. „Kompliziert“ kann alles Mögliche heissen: eine Zwischenlösung beispielsweise bis zum erforderlichen Alter von 18 Jahren für eine Ausbildung im Gesundheitswesen, eine sogenannte „Vorlehre“, der Übergang als Hilfskraft in den Arbeitsmarkt – oder eben als ideale Berufsvorbereitung ein 10. Schuljahr.

Selbstständiges Arbeiten, soziales Verhalten, logisches Denken

Beim 10. Schuljahr können die Schüler neben den Kernfächern Wahlfächer bestimmen, welche die Vorbereitung auf eine bestimmte Berufsrichtung unterstützen, obwohl das 10. Schuljahr nicht als eigentliche Berufswahlklasse bezeichnet werden kann. Sprachliche Kompetenzen werden verbessert sowie mathematische und naturwissenschaftliche Grundlagen vertieft. Das Schuljahr bietet den Schülern auch die Möglichkeit, eine qualifiziertere Berufslehre zu absolvieren. Auch weitere Kenntnisse und Fähigkeiten wie zum Beispiel selbstständiges Arbeiten, soziales Verhalten, logisches Denken oder die Auseinandersetzung mit aktuellen Themen werden häufig im 10. Schuljahr vermittelt. Das 10. Schuljahr ist also eine echte Alternative zu einer sofortigen Berufslehre und so nicht nur eine Notlösung für Schüler, die keine Lehrstelle finden. Dazu müssen die Erziehungsberechtigten allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen, um diese Zwischenlösung zu finanzieren.

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Das Portal Website www.die-Lehrstelle.ch listet seit Herbst 2011 neue Lehrstellen aus fast allen Branchen und aus fast allen Kantonen der Schweiz auf. Jugendliche informieren sich auf dieser Plattform über die offenen Lehrstellen. Unzählige Firmen haben seit dem Start ihre offenen Lehrstellen Jahr für Jahr auf dieser attraktiven Plattform ausgeschrieben.

Lernen macht zufrieden und glücklich

CRC. Die Vereinten Nationen haben die Schweiz diesen Frühling zum glücklichsten Land der Welt gekürt. Sie kommen zum Schluss, dass glückliche Menschen länger und gesünder leben, produktiver sind, mehr verdienen und Krisen besser meistern können. Aus dem Bericht geht hervor, dass Arbeit und Lernen viel zur persönlichen Zufriedenheit beitragen.

Normalerweise sind Lernende zwischen 16- und 19-jährig. Wolfgang Kugler, Walter Lanz und Veronika Meyer sind um Jahrzehnte älter. Gehören sie deshalb auf dem Weg ihrer Zweitausbildung bereits in die Kategorie „altes Eisen“? Von den über 230‘000 Menschen in einer beruflichen Grundausbildung waren beispielsweise im Schuljahr 2011/2012 nur gut 2 Prozent über 30 Jahre alt. Marco Graf vom Laufbahnzentrum Zürich rät grundlegend auch keinem über 40-Jährigen zu einer Lehre. „Die Lebens- und Berufserfahrung eines „Ü 40“ rechtfertigt nur in Ausnahmefällen das tiefe Einkommen während der mehrjährigen Ausbildung“, so sein Fazit. „Gleichwohl ist natürlich ein älterer Lehrling in jedem Falle ein Gewinn für den jeweiligen Betrieb.“

Dreifache Mutter als „Klassenmami“ – offen für Sörgeli und Nöte ihrer Klassenkameraden

Die 48-jährige, angehende Podologin Veronika Meyer erinnert sich schmunzelnd an die Reaktion ihrer Mitschüler, als sie am ersten Schultag das Klassenzimmer betrat: „Was will diese alte Schachtel nur hier bei uns?“ Doch diese Vorbehalte verschwanden schnell. Bald wurde die dreifache Mutter von ihren Kameraden als „Klassenmami“ wahrgenommen. Veronika Meyer spürt aber, dass sie einen grösseren Aufwand betreiben muss als ihre Klassenkameradinnen im Teenager-Alter. „Ich war so viele Jahre nicht an der Schule und wusste zunächst gar nicht mehr, wie man richtig lernt.“

Mit 56 bislang ältester Lehrling

Wolfgang Kugler zählt mit seinen 56 Jahren wohl zu den bislang ältesten Lehrlingen der Schweiz. Diesen Sommer absolvierte er seine Lehrabschlussprüfung als Sanitär. Seine grosse Leidenschaft sind Kunst und Kultur. Er liebt das Politisieren, das Musizieren und das Schreiben. Seine Berufswahl scheint angesichts seiner Person so ein Widerspruch. Der zweifache Vater träumte ursprünglich von einer Karriere als Musiker oder Schriftsteller. „Realistisch gesehen war es nicht möglich, damit genug Geld zu verdienen“, sagt er. Sein satirischer Bildband im eigenen Verlag habe sich nur harzig verkauft. Der Liebe wegen ist der Wiener vor 10 Jahren in die Schweiz gezogen.

Erst Jurist, dann Schreiner …

Für Walter Lanz gibts kein Entweder – Oder. Und so hielt sich der heute 71-Jährige auch im Berufsleben an sein Credo. Schon immer mochte er es, mit den Händen zu arbeiten. Etwas zu produzieren, bei dem er am Abend weiss, was er geleistet hat. Gleichzeitig wollte er seinen Kopf benutzen. „Hätte ich wählen können, ich wäre am Morgen ins Büro gegangen – und den Nachmittag hätte ich an der Hobelbank verbracht“, blickt der aufgestellte Senior auf sein Arbeitsleben zurück. Und diesen Wunsch setzte er einiges Tages in die Tat um. Nach Wirtschaftsstudium, Doktorpromotion und einer selbstständigen Tätigkeit als Wirtschaftsjurist begann Walter Lanz mit 45 eine Lehre als Möbelschreiner. Sein Umfeld reagierte zum Teil überrascht, bewunderte seinen Mut. Andere waren irritiert, konnten nicht verstehen, wie er seine erfolgreiche Karriere einfach aufgeben konnte.

Doch um diese eine gemeinsame, wunderbare Erfahrung reicher sind alle drei: Seit dem erfolgreichen Abschluss ihrer Zweitausbildung sind sie rundum glücklich und zufrieden. Gestützt auf die Studie der Vereinten Nationen leben Wolfgang Kugler, Walter Lanz und Veronika Meyer ja auch im glücklichsten Land der Welt.

 

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Was taugt die Lehre? – Wie findet man den „richtigen Lehrling“?

CRC. Die Schweizer Berufslehre gilt als Erfolgsmodell und ist historisch bedingt stark in Industrie und Gewerbe verankert. Lehrlinge bringen den Firmen viel. Doch bei der optimalen Rekrutierung hapert es in vielen Fällen. Viele Betriebe suchen nur nach den Besten. Sie sortieren Bewerber aufgrund „mangelnder Ausbildungsreife“ aus, heisst es im Lehrstellenbarometer, der die Situation auf dem Lehrstellenmarkt analysiert. Übersetzt heisst das nichts anderes als: „Die Kandidaten hatten zu schlechte Noten.“

Natürlich ists schwierig, wenn Lernende an der Berufsschule Mühe haben. Dennoch sollten Noten allein jedoch nicht matchentscheidend sein. Schliesslich fällt doch bei der Ausübung des späteren Berufs vor allem die hohe Fachkompetenz, ergänzt mit der individuellen Portion Ehrgeiz und Leidenschaft für die jeweilige Branche, ins Gewicht. Der Fachkräftemangel betrifft uns alle. Egal, ob kleine oder grosse Betriebe, alle sind gefordert, um bestmögliche Lehrlinge für die Zukunft zu rekrutieren.

Zunehmende Akademisierung der Berufe unabwendbar
Nichtsdestotrotz findet seit über 15 Jahren eine zunehmende Akademisierung statt. Der Zustrom an die Gymnasien ist ungebrochen. Etliche Berufe werden zunehmend verschult und sind nur noch über Hochschulabschlüsse zugänglich. Mit mehr „Durchlässigkeit“ ist das duale Bildungssystem der Schweiz zwar für die Zukunft gerüstet. Doch der Erfolg von heute kann schon der Vater des Misserfolgs von morgen sein.

Soft Skills sind weitaus wichtiger als schulische Noten
Viele Betriebe gehen davon aus, dass ein Schüler mit guten Noten auch ein guter Lehrling ist. Doch diese Gleichung geht leider nicht auf. „Betriebe tun sich häufig schwer damit, das Lernpotenzial junger Bewerber zu erkennen – obwohl sogenannte Soft Skills wie Gewissenhaftigkeit, Fleiss oder Einsatzbereitschaft um einiges wichtiger sind als schulische Leistungen“, ist Erziehungswissenschaftlerin Margrit Stamm überzeugt. „Bei Sekundarschülern nehmen die Betriebe diese „weichen Funktionen“ zwar durchaus zur Kenntnis, nicht so aber bei Realschülern. Während Schüler mittleren Ausbildungsniveaus schlechte Noten mit Soft Skills ausgleichen können, bekommen Realschüler oft gar nicht die Chance, diese unter Beweis zu stellen, weil sie wegen schlechter Noten von Beginn an aussortiert werden. Manche Firmen besetzen ihre Lehrstellen lieber gar nicht als mit vermeintlich ungenügenden Bewerbern. Dies auch aus ökonomischen Überlegungen: Rechnet sich der Mehraufwand?

In vielen Branchen lohnen sich Lehrlinge für die Betriebe
Ein Drittel der Ausbildungsfirmen legt während der Lehrzeit drauf. Für sie wird der Lernende finanziell erst interessant, wenn er nach der Ausbildung bleibt – und das Unternehmen dadurch Zehntausende von Franken für die Rekrutierung und Einarbeitung eines Externen spart. Solche Betriebe streichen eine Lehrstelle tendenziell eher, statt einen mittelmässigen Bewerber einzustellen. Zwei Drittel der Firmen profitieren dagegen bereits während der Lehrzeit mehr von der geleisteten Arbeit der Lehrlinge, als sie die Ausbildung kostet. Im letzten Lehrjahr bringen Lehrlinge durchschnittlich knapp 6000 Franken ein, bei vierjährigen Lehren sogar gegen 12‘000 Franken.
Das weiss auch Elektroinstallateur-Ausbildner Stefan Salzmann: Er zögerte lange, bevor er seinen letzten Lernenden anstellte. Der junge Mann war Realschüler und konnte nur mässig gute Noten vorweisen. „Doch die schulischen Anforderungen sind sehr hoch. Gerade in Mathematik bringen Realschüler nicht das nötige Vorwissen mit und müssen sich deshalb extrem reinhängen.“ Dennoch gab er dem Bewerber eine Chance. „Er zeigte während der Schnupperlehre vorbildlichen Einsatz und passte gut ins Team.“ Salzmanns Bauchgefühl war richtig: Der ehemalige Realschüler schloss nicht nur mit Bestnote ab, sondern holte sich an den Berufsweltmeisterschaften sogar eine Goldmedaille.

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Kindlicher Traumberuf: Grundpfeiler für späteren Berufsverlauf?

CRC. Was tun, wenn das Kind Astronaut oder FBI-Agentin werden möchte? Oder wenn es von einem Beruf schwärmt, welcher im Arbeitsmarkt schlechte Chancen hat? Reinhard Schmid, Berufsberater in Bülach, meint: „Wichtig ist, dass sich Jugendliche mit dem Traumberuf auseinander setzen können. Wenn ihre Wünsche ernst genommen werden, gehen sie meist von selbst dazu über, die Traumvorstellungen in realistische Lösungen umzuwandeln.“

„Wenn ich einmal gross bin, werde ich …“ Diese Aussagen hört man schon von den Kids im Kindergarten. Pilot, Polizist, Fussballprofi, Buschauffeur, Lokomotivführer, Automechaniker, Astronaut. So tönt es oft bei den Jungs. Von Topmodel, Lehrerin, Tierärztin, Flugbegleiterin, Krankenschwester, Kindergärtnerin, Coiffeuse oder Sängerin schwärmen die Mädels.

Mit 15 steht man mitten in der Suche nach der eigenen Geschlechtsidentität
Wenn sich Kids ihren Traumberuf ausmalen, schweben ihnen handfestere Jobs vor als „Büroangestellte“. Oft sind es Berufe, bei denen eine Uniform im Spiel ist. Oder aber die Vertreter des Berufsstands machen in den Medien eine auffällig gute Figur wie Schauspielerinnen/Sängerinnen oder Fussballprofis und Eishockeycracks. Oft bleibt der ersehnte Beruf bloss ein Traum. Gewählt werden Traumberufe mehrheitlich nach Geschlecht. Das liegt vor allem daran, dass Pubertät und Berufswahl zeitlich zusammenfallen. Mit 15 steht man mitten in der Suche nach der eigenen Geschlechtsidentität und will sich abgrenzen. Im Vergleich etwa zu den 70er-Jahren wird tendenziell festgestellt, dass Mädchen heutzutage immer häufiger akademische Berufe wählen.

Mach mal eine Lehre. Wechseln kannst du immer wieder …
Wie stark Traumberufe die spätere Laufbahn beeinflussen, zeigt eine Studie der Berner Psychologin Karin Stuhlmann. Über eine Zeitspanne von 20 Jahren untersuchte sie 1‘000 Berufsverläufe. Vom Traumberuf im Alter von 12 Jahren bis zur Berufstätigkeit mit 35. Sie wies jedem Traumberuf drei typische Merkmale zu wie „kreativ“, „führend“ oder „erziehend-pflegend“ für eine Kinderpflegerin. Das verblüffende Ergebnis: Mit 35 arbeitete ein Viertel der Befragten in einem Arbeitsbereich, der allen drei Merkmalen des Traumberufs entsprach, bei weiteren 50 Prozent waren zwei abgedeckt. Daraus lässt sich ableiten: „Traumberufsbilder sind durchaus eine Art Grundpfeiler für den späteren Berufsverlauf. Man sollte deshalb vorsichtig sein mit der Aussage „Mach doch einfach mal etwas, du kannst ja später immer wieder wechseln“.

Nicht Barbies Modeschick im Vordergrund, sondern ihre Frisur
Beim Spielen habe sie die Barbiepuppen nie aus- und angezogen, sondern immer nur frisiert, erzählt die Mitinhaberin eines Coiffeursalons. „Meine ältere Schwester war Coiffeuse und mein Vorbild.“ Doch sie wollte nicht einfach dasselbe lernen. Unter den vier Schwestern sei sie „der Bub“ gewesen. Ohne Begeisterung begann sie eine Detailhandelslehre, brach diese jedoch nach einem Jahr ab. Schwierig sei danach das erste Lehrjahr als Coiffeuse gewesen. „Die Leidenschaft für den Beruf flammte erst richtig auf, als ich eigene Kunden hatte“, erzählt die heute 36-jährige Mitinhaberin eines renommierten Coiffeursalons mit Stolz und einem sympathischen Lachen.

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Das Portal Website www.die-Lehrstelle.ch listet seit Herbst 2011 neue Lehrstellen aus fast allen Branchen und aus fast allen Kantonen der Schweiz auf. Jugendliche informieren sich auf dieser Plattform über die offenen Lehrstellen. Unzählige Firmen haben seit dem Start ihre offenen Lehrstellen Jahr für Jahr auf dieser attraktiven Plattform ausgeschrieben.