Uebergang Schule - Lehre perfekt schaffen. Diese 10 Punkte sind wichtig

1. Schule und Arbeit im Betrieb werden dich vom ersten Tag an fordern. Es ist wichtig, hier die Balance zu finden.
2.  Ruhepausen gut einplanen: der Übergang zwischen Schule und Ausbildung ist am Anfang nicht einfach und benötigt Anlaufzeit.
3. Abläufe und Ansprechpartner im Lehrbetrieb kennenlernen. Je schneller dir das gelingt, umso rascher kannst du dich im Betrieb akklimatisieren und integrieren.
4. Genügend Zeit zum Lernen aufwenden. Denn: gute Noten beflügeln und sind der Schlüssel zum Erfolg.
5. Oft liegen der Arbeits- und Schulort nicht in Nähe deines Wohnorts: im Verkehr immer aufmerksam sein.
6.  Von den "Oberstiften" lernen, wo spezielle "Herausforderungen" liegen.
7.  Keine Eskapaden: Schule schwänzen und Aufgaben nicht machen: das geht gar nicht.
8. Bei Problemen: rechtzeitig Eltern und Lehrmeister informieren.
9.  Alkohol: Zu grosser Alkoholkonsum wirkt leistungshemmend und Drogen sind ganz tabu.
10.  Social Media: Wenn man im Geschäft unglücklich ist, sollte man den Frust über den Chef und Mitarbeitende auf keinen Fall via Facebook, Twitter usw. verbreiten. Auch der Chef liest mit.

 

Dank www.die-lehrstelle.ch Lehrlinge finden

CRC: Gemäss den neusten Zahlen suchen noch viele Firmen verzweifelt Lehrlinge. Sie haben grösste Mühe, ihre offenen Lehrstellen zu besetzen. Auf der Plattform www.die-Lehrstelle.ch können Lehrbetriebe ihre freien Lehrstellen ausschreiben.

Das Portal Website www.die-Lehrstelle.ch listet neue Lehrstellen aus fast allen Branchen und aus fast allen Kantonen der Schweiz auf. Die Zugriffszahlen sind weiter am Steigen. Dies beweist, dass sich viele Jugendliche auf dieser Plattform über die offenen Lehrstellen informieren. Viele Firmen haben seit dem Start im Herbst 2011 ihre offenen Lehrstellen Jahr für Jahr auf dieser attraktiven Plattform ausgeschrieben.

Neue Lehrstellen werden mittels Facebook verbreitet
Mit Hilfe von Facebook werden die Lehrstellenangebote bekannt gemacht und online verbreitet. Bereits heute hat das Lehrstellen-Portal auf www.facebook.com/dieLehrstelle über 3‘700 Fans, die informiert werden, wenn neue Stellen hinzukommen oder wenn es Neuigkeiten auf dem Lehrstellenmarkt gibt.

Auch auf dem Smartphone
Die Details zu den einzelnen offenen Lehrstellen können die interessierten Jugendlichen auf der Website anschauen und sich direkt bei der Wunschfirma bewerben. Die Website ist Smartphone-tauglich und unterwegs jederzeit erreichbar.

Jedes Inserat ein Jahr lang online
Alle Lehrbetriebe können ihre offenen jederzeit Lehrstellen auf www.die-Lehrstelle.ch ausschreiben. Kosten: Fr. 290.00 pro inserierter Lehrstelle und Jahr. Die Ausschreibung bleibt bis am 31. Juli 2015 online, bzw. bis die Lehrstelle besetzt ist. Firmen, die jetzt aufschalten, können für aktuelle offene Stellen – mit Lehrbeginn im August 2014 – noch gratis inserieren. Diese Inserate bleiben bis 31. Juli 2014 online. Weitere Infos: www.die-Lehrstelle.ch

Partnerschaft mit dem Schweiz. Carrosserieverband VSCI

CRC: Die Lehrstellenplattform die-Lehrstelle.ch ist seit über zwei Jahren online. Seither sind die Zugriffs- und Nutzungszahlen monatlich gestiegen. Mit zahlreichen Berufsverbänden bestehen bereits erfolgreiche Partnerschaften. 
 
Seit Kurzem zählt neu auch der Schweiz. Carrosserieverband VSCI zu den Verbänden, die von der Zusammenarbeit profitieren. Dies mit dem Ziel, die offenen Lehrstellen in der Carrosseriebranche noch besser bekannt zu machen.
 
Die Mitglieder des VSCI bilden 1'100 Lernende aus. Das starke Engagement in der Berufsbildung gilt den Berufen Carrossier/-in Lackiererei und Carrossier/-in Spenglerei, Fahrzeugschlosser, Lackierassistent/-in EBA sowie der Weiterbildung. 
 
Der Carrossier ist der Fachmann oder die Fachfrau für Kollisions-, Hagel-, Park- und Glasschäden. Er oder sie beherrscht die modernsten Reparaturtechniken, trainiert täglich die Fachkompetenz und eruiert den richtigen Reparaturweg nach Herstellerangaben.
 
Die dem VSCI angeschlossenen Betriebe können zudem sicherstellen, dass die Werksgarantie erhalten bleibt. Zum Rundum-Service zählen ausserdem das Schadenmanagement – Kontakt und Abklärungen mit Versicherung(en) bis hin zur direkten Abrechnung –, der Ersatzwagen bzw. das E-Bike sowie das Abholen und Bringen des Fahrzeugs. «Direkt zum Carrossier» ist immer der kürzere Weg. Der Fahrzeugschlosser ist der Fachmann für Fahrzeugaufbauten. Er oder sie beherrscht anspruchsvolle komplexe mechanische, bautechnische und hydraulische Prozesse.
 
Fahrzeugschlosser bauen Lastwagen, Busse, Feuerwehrautos, Postautos, Seilbahnen, Milchtransporter, Muldenfahrzeuge oder Armeefahrzeuge für den jeweiligen Kunden um und reparieren die Fahrzeuge auch. Weitere Infos unter www.vsci.ch.
 
Jedes Inserat ein Jahr online
Alle Lehrbetriebe, die dem Schweiz. Carrosserieverband VSCI angeschlossen sind, können ihre offenen Lehrstellen ab sofort auf der innovativen Lehrstellenplattform ausschreiben. Die Ausschreibung bleibt während einem Jahr online, bzw. bis die Lehrstelle besetzt ist.
 
Verbreitung via Website und via Social-Media-Plattformen 
Dank der Nutzung der neusten Technologien spricht das Portal viele Jugendliche an. Sie erfahren dank Facebook und Twitter von den neu eingetragenen Stellen aus der ganzen Deutschschweiz und aus fast allen Branchen. Die zukünftigen Lernenden können die entsprechenden Lehrstellenangebote auf dem Portal anschauen und sich bei Interesse bewerben. 
 
Selbstverständlich ist die Website Smartphone-tauglich und für die Jugendlichen jederzeit unterwegs erreichbar. Bereits heute hat das Lehrstellen-Portal auf www.facebook.com/dieLehrstelle über 3750 Fans. Infos auf www.die-Lehrstelle.ch und Tel. 062 721 69 00.
 
 

„Knochenjobs schrecken ab“

Manche Branchen haben es schwer, Lernende zu finden. Gerade handwerkliche Berufe sind nicht mehr so gefragt bei den Jugendlichen wie früher. So kämpft auch Stefan Schärer von der Stein und Holz GmbH in Dulliken jedes Jahr um Lehrlinge. Für seine Ein-Mann-Firma vergibt er selbst zwar keine Lehrstelle, jedoch ist er Teilhaber bei der Bargetzi Naturstein GmbH in Solothurn. Dort fehlt es immer mehr an jungen Leuten. Warum dies so ist, verrät Stefan Schärer im Interview.

1. Welche Art von Berufslernenden bildet die Bargetzi Naturstein GmbH in Solothurn aus?
Bei uns hat der Lehrstellensuchende die Möglichkeit, eine Ausbildung zum Steinwerker mit EFZ[1] zu erlernen. Diese Ausbildung dauert  drei Jahre und beinhaltet vor allem maschinelle Arbeiten sowie Montagen am Bau.

2. Es scheint schwierig zu sein, Lernende auf Ihrem Gebiet zu finden. Warum glauben Sie, ist das so?
Das ist wohl einfach der Wandel der Zeit. Knochenjobs wie diese, schrecken ab. Niemand will mehr täglich Tonnagen rumschleppen, wenn er ebenso die Chance auf einen Bürojob hat. Entscheidet man sich trotzdem für eine solche Lehre, muss man wirklich begeistert sein von diesem Beruf. Sonst steht man die drei Jahre nicht durch.
Darüber hinaus, fehlt oft auch das schulische Niveau. Für diese Ausbildung braucht man nebst handwerklichem Können auch das Verständnis für mathematisches Denken, technisches Zeichnen und technische Abläufe.

3. Was muss man unternehmen, um bei der Bargetzi Naturstein GmbH eine Lehrstelle zu bekommen?
Man bewirbt sich schriftlich und absolviert eine Schnupperwoche. Dann sehen wir sehr schnell, ob jemand anpacken kann und ob er geeignet ist.
Wer mit dem Gedanken einer Bewerbung spielt: Ab August 2015 haben wir wieder freie Lehrstellen.


[1] EFZ= Eidgenössische Fähigkeitszeugnis

Stefan Schärer absolvierte selbst eine Lehre als Möbelschreiner. Danach kam eine Ausbildung als Kaufmann dazu und die Weiterbildung zum Technischen Kaufmann, bevor er sich selbstständig machte und die Steinbranche anfing ihn zu faszinieren.

 

[1] EFZ= Eidgenössische Fähigkeitszeugnis

 

 

 

 

 

6 Tipps: Gesund sein. Gesund bleiben. So bleibe ich körperlich und geistig topfit.

Beruf, Familie, Freizeit – wie soll man das alles unter einen Hut bringen, wenn der Tag nur 24 Stunden hat? Körperliche und geistige Fitness hilft, diesen Spagat zu meistern. Denn je wohler wir uns fühlen, desto stressresistenter sind wir. Deshalb Tipps von uns, damit Sie topfit werden oder es bleiben:

1. Eine ausgeglichene Ernährung
Der Grundstein für eine gesunde Lebensweise bildet die Ernährung. Essen Sie fettarm, dafür vitaminreich. Ausserdem wenig Fleisch und ca. 2 Liter Wasser pro Tag.

Natürlich dürfen Sie zu einem Stück Schokolade greifen, wenn Sie darauf Lust haben. In Massen geniessen darf man jederzeit. Wichtig ist auch: Essen Sie abwechslungsreich (siehe dazu: www.sge-ssn.ch). Es gibt so viele Lebensmittel. Machen Sie auch Gebrauch davon. Mangelerscheinungen können nämlich von einer einseitigen Ernährung her resultieren.

2. Bewegung
Schon nur eine Halbestunde pro Tag genügt, um nicht einzurosten. Regelmässige Bewegung stärkt die Abwehrkräfte und beugt Übergewicht vor. Darüber hinaus setzt der Körper Endorphine (Glückshormone) frei, weswegen regelmässiger Sport nachweislich glücklicher macht. Jenes Glücksgefühl hält auch länger an, als nach dem Verzehr einer Tafel Schokolade!

3. Genügend Schlaf
Tatsächlich macht Schlaf nicht nur schön, sondern hält Körper und Geist fit. 7 – 8 Stunden pro Nacht wären ideal. Jedoch variiert der Schlafrhythmus von Person zu Person. Sie spüren selbst, wie lange Ihre Schlafpause sein muss, um wieder Energie zu tanken.

4. Zeit zum Entspannen
Stress schadet auf Dauer unserem Körper. Somit ist es wichtig, dass wir uns Zeit zum Entspannen nehmen. Reservieren Sie sich diese Zeit bewusst.

5. Fordern Sie Ihr Gehirn heraus!
Nehmen Sie nicht für jede kleine Rechnung den Rechner hervor. Trainieren Sie auch im Alltag Ihre grauen Zellen. Im Internet gibt es einige „Gehirnjogging“-Plattformen, z. B. www.brain-fit.com

6. Think positiv!
Wer eine positive Lebenseinstellung hat, tut schon viel für sein persönliches Wohlbefinden. Machen Sie sich bewusst: Glücklich sein ist kein Zufall, sondern eine individuelle Entscheidung, die Ihre Gesundheit unterstützt.

 

4 Tipps: Arbeit und Lehrbetrieb, Schule, Freizeit: Wie bringe ich alles unter einen Hut?

Mit dem Beginn einer Berufsausbildung verändert sich das Leben. Man hat nicht mehr so viel Zeit, wie während der Schule und verbringt fünf Tage in der Woche mind. während 8,5 Stunden im Lehrbetrieb. Ausserdem erlernt man jeden Tag neue Dinge hinzu. Scheinbar unendlich viel Wissen muss man sich in der Berufsschule aneignen. Dazu kommen die Hausaufgaben und irgendwann möchte man die Freizeit geniessen. Wie bringt man das alles unter einen Hut? Wie lade ich die Batterien neu? Wir haben vier Tipps zusammengestellt, die dir bei der Umstellung helfen sollen.

1.Teile dir deine Zeit ein

Ein einfach klingender Tipp, den du wahrscheinlich schon 1000 Mal gehört hast. Aber: Du musst dir einfach überlegen, wann du was anpacken willst. Während deiner gesamten Lehrzeit musst du versuchen, etwas weiter zu planen als dies während der Schulzeit der Fall war. Du bist jetzt alleine verantwortlich für deine Zeit, nutze sie gut.

2. Dein Lehrbetrieb hilft dir – DU musst aber fragen

Wenn du Probleme in der Berufsschule hast oder mit einer Arbeit einfach nicht weiter kommst, musst du dich frühzeitig an deinen Berufsbildner wenden. Auch ältere Lernende, die das erste Jahr bereits absolviert haben und den Stoff kennen, können helfen. Je früher du fragst, desto eher findest du eine Lösung für allfällige Probleme.

3. Du kannst nicht auf jeder Party tanzen

So schwer es auch fällt, manchmal muss man vernünftig sein und eine Tanznacht auslassen. Partys gibt es viele im späteren Leben, aber bei einer Prüfung gibt es nicht endlos viele Chancen. Die Freude über eine gute Note ist bestimmt grösser, als jene über den morgigen Kater, oder? ;o)

4. Nimm dir Zeit für dich

Es gibt bestimmt Tage oder Wochen, da wächst dir alles über den Kopf. Genau in solchen Augenblicken ist es umso wichtiger, dass du dir etwas Gutes tust. Sei es mit Sport, Freunde treffen oder einem einfachen Entspannungsbad. Um gute Entscheidungen zu treffen oder Energie zu tanken, braucht es entspannende Momente.

Interview mit Berufsweltmeister Silvan Melchior

Name: Silvan Melchior
Lehrbetrieb: Paul Scherrer Institut (von 2009 bis 2013)
Sonstiges: Berufsweltmeister Elektroniker

Weshalb hast du dich für diesen Beruf entschieden (Schnuppern, Familie, Freunde)?
Meine Berufswahl zeichnete sich bereits im Kindergarten ab, da mich die Elektronik schon damals begeisterte.

Was gefällt dir am Beruf Elektroniker?
Dass man zuerst komplexe, theoretische Überlegungen macht und diese dann in der Praxis überprüfen kann. So entsteht eine gute Mischung zwischen Theorie und Praxis.

Du wurdest Berufsweltmeister Elektroniker. Woher kommt dieser Ehrgeiz?
Mein Ehrgeiz war nie, Weltmeister zu werden. Ich habe einfach immer mein Bestes gegeben und kam so in diesem Wettkampf jedes Mal eine Stufe höher.

Wie hast du dich auf die Weltmeisterschaft vorbereitet?
Ich konnte ein halbes Jahr lang fast 100 % meiner Arbeitszeit für die fachliche Vorbereitung nutzen. Dazu gehörten auch öffentliche Trainings, die von Swissmem organisiert wurden. So musste ich beispielsweise in Einkaufszentren direkt hinter der Kasse meine Aufgabe lösen und alle Leute, die an dieser Kasse bezahlten, konnten mir zuschauen. Ausserdem bereitete mich die Stiftung SwissSkills mental auf die Weltmeisterschaft vor.

Was hast du mitgenommen von dieser Weltmeisterschaft? Wovon hast du profitiert?
Ich kann sicher viel besser unter Druck arbeiten als früher und habe gelernt, bei Zeitknappheit den Fokus aufs Wesentliche zu setzen.

Worauf kommt es in deinem Beruf denn an? Was muss man besonders gut beherrschen?Eine schnelle Auffassungsgabe, um den Fortschritt nicht zu verschlafen, ist sicher von Vorteil.

Allgemeine Fragen zur Lehre
Hast du Tipps für Lehranfänger? Worauf sollten sie achten? Worauf sollten sie sich gefasst machen?
Wenn möglich, würde ich die Lehre mit Berufsmatura absolvieren. So hat man die Möglichkeit, nach der Grundausbildung an eine Fachhochschule zu gehen. Die Elektronik ist ein riesiges Berufsfeld und nach vier Jahren weiss man davon nur einen Bruchteil.

Sonst etwas, dass du jungen Leuten auf den Weg geben möchtest?
Wenn Ihr die Gelegenheit erhaltet, an solchen Wettbewerben mitzumachen, nutzt sie unbedingt! Man kann nichts verlieren, jedoch so viel gewinnen!

Vorsichtiger Umgang mit Facebook & Co. - Damit man beim Chef nicht negativ auffällt

Die sozialen Netzwerke können auf geschäftlicher Ebene und im privaten Bereich sehr nützlich sein. Eine klare Trennung ist deshalb schwierig. Es gibt allerdings Tipps, damit man bei Chef nicht unbewusst negativ auffällt. Vor allem während der Berufslehre. Aber auch später ist der vorsichtige Umgang mit Facebook & Co. ratsam.

 

  1. Das Wichtigste zuerst: Das Internet ist eine öffentliche Plattform.
    Fotos, Kommentare etc. sind öffentlich. Selbst wenn du beispielsweise auf Facebook die Sicherheitseinstellungen so festlegst, dass nur deine „Freunde“ deine Posts und Fotos sehen. Facebook ändert fast täglich seine Grundeinstellungen ohne seine Nutzer zu benachrichtigen.
    Deshalb gilt: Veröffentliche nur Dinge, für die du dich nicht schämen musst, sollten diese einmal auf dem Tisch deines Chefs landen.
     
  2. Negative Dinge über deinen Lehrbetrieb gehören nicht ins Internet.
    Klar bist du einmal enttäuscht, weil es in deinem Lehrbetrieb nicht so läuft, wie du dir das wünschst. Aber dies kannst du deiner Familie und deinen Freunden persönlich erzählen. Denn: Das Internet vergisst nie!
     
  3. Während der Arbeitszeit
    Es ist gut möglich, dass du einmal nicht so viel oder gar nichts mehr zu tun hast. Dann lerne etwas für die Schule (so öde das auch klingen mag). Irgendwelche Fotos auf Facebook und Co. Posten, kannst du dann zu Hause, (ausserhalb der Arbeitszeit).
     
  4. Nacktfotos sind ein Tabu!
    Dieser Tipp ist nicht nur für dein Berufsleben wichtig. Mit dem Aufkommen des Sexting (http://www.projuventute.ch/sexting/landingpage.html) sind solche Fotos sehr beliebt geworden. Jedoch schaden diese dir mehr, als sie nützen (beruflich und privat).
     
  5. Nachsicht
    Das Internet ist das Medium der neuen Generation, deiner Generation. Deshalb sei nachsichtig und zeige Verständnis, wenn dein Chef nicht versteht, warum du ein Facebook-Profil hast. Du kannst ihn vielleicht ja auch auf den Geschmack bringen und ihm zeigen, was alles möglich ist mit diesem Medium, auch aus unternehmerischer Sicht.

 

 

Interview mit Erland Brügger, CEO, Rivella AG, Rothrist

Welche Arten von Lehrstellen bietet die Rivella AG an?
Wir bilden vier Berufsgruppen aus: Lebensmitteltechnologe/in, Logistiker/in, Informatiker/in, Kauffrau/Kaufmann.

Wie viele Lernende nehmen Sie pro Jahr?
In der Regel 1 Lebensmitteltechnologe/in, 2 Logistiker/innen, 1 Informatiker/in, 2 Kauffrau/Kaufmann

 

Was muss man unternehmen, um bei der Rivella AG eine Lehrstelle zu erhalten?
1. Schritt: Mit einem ansprechenden und kompletten Bewerbungsdossier überzeugen (Motivationsschreiben, Lebenslauf, Schulzeugnisse mind. der letzten 4 Semester, Multi- oder Basic-Check), damit eine Einladung zu einem Interview erfolgt.
2. Schritt: Falls das Gespräch durch die Persönlichkeit überzeugt, erfolgt die Einladung zur Absolvierung eines Schnuppereinsatzes (Dauer 1 – 3 Tage).
3. Schritt: Entweder erfolgt der Eignungstest während den Schnuppertagen oder im Anschluss nach positivem Schnuppereinsatz.

Heute hört man oft, die jungen Lehrstellenbewerber/innen seien unmotiviert. Mach(t)en Sie diese Erfahrung auch?
Es gibt viele Lehrstellenbewerber/innen, die motiviert sind und sich aktiv und engagiert um eine Lehrstelle bemühen. Dies erkennt man teilweise bereits an einem kreativen Bewerbungsdossier. Es gibt aber auch andere, die sich den notwendigen Voraussetzungen nicht bewusst sind und generell wenig Engagement zeigen oder noch nicht „ausbildungsreif“ sind. Wir stellen zunehmend eine mangelnde Ausbildungsreife fest. Hinzu kommt, dass vor allem leistungsstarke Schüler mit sehr guten Schulnoten heute vermehrt den Weg an eine weiterführende Schule (Kantonsschule oder WMS) wählen. Deshalb werden die sehr guten und guten Schulabgänger bei der Lehrstellenauswahl immer seltener.

Was schätzen Sie denn an einem Lernenden? Was muss dieser mitbringen?
Motivation und Neugier, Freude am Beruf, Engagement und angenehme Umgangsformen sind wichtige Grundvoraussetzungen. Disziplin, Leistungsbereitschaft und Durchhaltewillen sind vor allem während der Lehrzeit entscheidende Eigenschaften.

Worauf achten Sie spezifisch bei der Wahl eines Lernenden?
Bei der Vorselektion sind gute (bis sehr gute) konstante Noten in den Kernfächern, gut bewertete Selbst- und Sozialkompetenzen sowie ein erfolgreiches Resultat des Multi- oder Basic-Checks der erste Türöffner für ein Vorstellungsgespräch. Hinterlässt der Lehrstellensuchende im Gespräch einen positiven Eindruck, erhält er die Möglichkeit für eine Schnupperlehre. Dem Schnuppereinsatz wird relativ viel Bedeutung beigemessen, da man während 1 – 3 Tagen einen umfassenden Eindruck des Bewerbers gewinnen kann. Sinnvolle Freizeitbeschäftigung, ein positiv absolvierter Eignungstest und das Einholen von Referenzen runden das Gesamtbild letztendlich ab und führen zum Entscheid einer Lehrstellenzusage oder – absage.

Was ist der grösste Vorteil für Lernende, die bei der Rivella AG ihre Berufsausbildung absolvieren?
Rivella bietet eine abwechslungsreiche und vielseitige Lehre in einem spannenden, dynamischen KMU-Betrieb mit einem überschaubaren und sympathischen Umfeld an. Die Lernenden in der Rivella AG können schon relativ rasch Verantwortung übernehmen und selbständig mitarbeiten. Einzigartig ist sicher, dass Lernende auch an zahlreichen spannenden Events und Projekten mitwirken und ihre eigenen Ideen einbringen können. Dadurch, dass wir zudem mehrere Lernende ausbilden, können diese auch gegenseitig voneinander profitieren und sich auch beim Lernen unterstützen.

Wie werden Lernende während ihrer Lehre von der Rivella AG unterstützt?
Bei Bedarf bieten wir sowohl externe als auch interne Stützkurse an.

Persönliches

Was haben Sie für eine Lehre absolviert? (Jahr?)
Ich habe mich für die Akademische Ausbildung entschieden und nach der Matur 1986 an der Hochschule St. Gallen Betriebswirtschaft studiert.

Weshalb haben Sie diesen Beruf gewählt?
Mein Patenonkel hat mich zum Studium in St. Gallen motiviert. Er war selbst in leitender Stellung im Marketing eines Unternehmens der Medizinalbranche tätig und das Aufgabenspektrum und die Führungsverantwortung haben mich fasziniert.

Wie haben Sie Ihre Lehrzeit (Ausbildungszeit) in Erinnerung?
Da ich als Mensch eher der Praktiker bin, war die akademische Ausbildung für mich nicht immer der Weg, bei dem ich voll motiviert war. Ich habe denn auch eher ein Werkstudium gemacht, bei dem ich neben der Ausbildung viel gearbeitet habe um mein Studium zu verdienen. So war ich in diversen Hilfsjobs in der Industrie tätig, habe mich als Landschaftsgärtner versucht, war in einer Videothek beschäftigt, bevor ich als Assistent an einem Institut der Hochschule St. Gallen gestartet habe.

Wenn Sie den Jugendlichen einen Tipp geben könnten, rückblickend auf Ihre Lehrzeit oder auf das, was Sie täglich sehen bei Ihren Lernenden, was wäre das für einer? Worauf sollte man vorbereitet sein?
Dass es in jungen Jahren einfacher ist, sich mit etwas Durchhaltewille und Hartnäckigkeit auf ein höheres Ziel vorzubereiten. Es lohnt sich, etwas Durchhaltewille und Hartnäckigkeit an den Tag zu legen und sich weiter zu bilden. Am besten macht man dabei etwas, was einem liegt, da es einfacher ist mit seinen Stärken zu arbeiten als mit den Schwächen. In dem Sinne ist es bei der Berufswahl wichtig, dass man für sich entscheidet, was man selber will und diesen Entscheid nicht anderen überlässt.

Wie wurden Sie zum CEO der Rivella AG?
Das ist nun eine längere Geschichte, aber sagen wir es so: neben der Ausbildung, waren sicherlich mein beruflicher Werdegang im Marketing und Verkauf in der Konsumgüterindustrie, mein menschlichen Qualitäten aber auch eine grosse Portion Glück dafür verantwortlich, dass ich diese tolle Aufgabe übernehmen durfte.

 Erland Brügger

Misshandlungen in der Lehre

Misshandlungen während der Lehrzeit sind zwar sehr selten, jedoch wissen die betroffenen Lernenden oft nicht, wie sie damit umgehen sollen. Schliesslich ist die ganze Situation der Lehrstelle neu und seinen Ausbildungsplatz aufs Spiel setzen, möchte man ja auch nicht. Trotzdem gilt ganz klar: Wehren kann und muss man sich!

Niemand muss sich Mobbing, sexuelle Belästigung oder (Androhungen oder tatsächlich ausgeübte) Gewalt während der Berufslehre und darüber hinaus gefallen lassen. Jedoch schweigen Betroffene meistens aus Angst, ihre Lehrstelle zu verlieren, oder weil sie sich selbst nicht als Opfer sehen möchten. Zudem fürchten sie sich vor der Reaktionen ihrer Familie und Freunden. Hier helfen oft Drittpersonen weiter, die nicht involviert sind. Beispielsweise der Vorgesetzte. Ist dieser jedoch der Peiniger selbst, sollte man sich an seinen Berufschullehrern oder dem Amt für Berufsbildung in den jeweiligen Kantonen wenden. Sie beraten Lernende in solchen Fällen und sehen als neutrale Stelle eher, welche Wege man gehen sollte.

Sind die Misshandlungen gravierend und es muss eine neue Lehrstelle gesucht werden, wird sich das kantonale Berufsbildungsamt dieser Sache auch gleich annehmen.

Möchte man sich seine Probleme erst einmal einfach von der Seele reden, ist die Notrufnummer der Pro Juventute für Kinder und Jugendliche (Tel.: 147 und Beratungsplattform: www.147.ch) eine Lösung. Die Beratungspersonen haben offene Ohren für jedes Anliegen und geben Ratschläge. Egal auf welchem Weg man sich bei Pro Juventute meldet (Anruf, SMS oder Internetchat): alle Daten bleiben anonym und werden nicht gespeichert.
 

Rasch reagieren
Ist man sich sicher, dass eine Misshandlung vorliegt, sollte schnell gehandelt werden. Lange zu warten, lohnt sich nicht, da körperliche und psychische Schäden dauerhaft werden könnten. Überhaupt muss man sich bewusst sein, dass es extrem wichtig ist, sich in den drei oder vier Jahren seiner Berufslehre wohl zu fühlen und Freude an dem hat, was man täglich macht.