Start ins neue Jahr – idealer Zeitpunkt, sich Gedanken für die Berufsfindung zu machen

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Die Zahl der offenen Lehrstellen steigt stetig an. Die Lehrbetriebe buhlen um die Schulabgänger. Zum beliebtesten Lehrberuf gehört nach wie vor die kaufmännische Grundbildung. In diesem Bereich weicht die Tendenz von der steten Zunahme des Lehrstellenüberangebots im Vergleich zu handwerklichen Berufen deutlich ab. Insbesondere gewerbliche Firmen und solche, die wenig prestigeträchtige Lehrstellen anbieten, haben Mühe, Nachwuchskräfte zu finden.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, sich mit dem Thema Berufswahl zu beschäftigen?

Aber ab wann genau sollten junge Menschen damit beginnen, sich mit der Zeit nach der Oberstufe zu beschäftigen? Und was ist jenen zu anzuraten, die sich noch nicht fixieren können, ob sie eine weiterführende Schule besuchen oder eine Ausbildung absolvieren werden? Empfehlenswert und hilfreich ist in solchen Situationen das Gespräch über persönliche Stärken und Schwächen mit Freunden, Lehrpersonen und Familie.

  • Welche Schulfächer interessieren dich?
  • Was tust du gerne in der Freizeit?
  • Bei welchen Tätigkeiten vergisst du die Zeit?
  • Was kannst du gut: in der Schule, zuhause, in der Freizeit?

Für Bezirksschüler/Innen respektive gute Sekundarschüler/Innen steht die Möglichkeit offen, eine berufliche Grundbildung (EFZ) mit Berufsmaturität zu besuchen. Mit der Wahl des Ausbildungswegs mit Berufsmaturität erwirbt man sich zudem eine erweiterte Allgemeinbildung und kann später in eine Fachhochschule eintreten.

Wichtige Faustregel: Wenn 70 % der Arbeit gefallen, sich mit den übrigen 30 % arrangieren

Wichtig ist, dass man sich frühzeitig mit dem Thema Berufsfindung auseinandersetzt. Wer nicht spezifisch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz für eine kaufmännische Lehre bei einer Grossbank, einer Versicherung oder in einem Reisebüro ist, braucht nicht zu verzweifeln. Die Erfahrung zeigt, dass es auch während der Sommerferien durchaus noch interessante Lehrstellenangebote zu finden gibt. Selbst wenn der absolute Traumberuf nicht dabei sein sollte: Wichtig ist, dass zumindest die Grundrichtung stimmt und dass sich junge Menschen gleichwohl offen und flexibel für verwandte Berufe zeigen. Ist genügend Motivation für die Lehre da, hat man danach gute Möglichkeiten, sich weiterzubilden oder auf einen verwandten Job umzusteigen. – Eine Lehre muss ja nicht der Beruf fürs ganze Leben bleiben. Zum Reifeprozess gehört eben auch dazu, zu begreifen, dass auch spannende Berufe ihre Schattenseiten haben.

Die bevorstehenden Sportferien können so als ideales Zeitfenster genutzt werden, sich bereits Anfang Jahr intensiver mit dem Thema Berufswahl auseinanderzusetzen.